Wenn Glauben Können ist – Affirmationen und Glaubenssätze

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positiv denken

Affirmationen begegnen Dir quasi täglich, auch wenn Dir der Begriff auf Anhieb vielleicht nicht viel sagt. Denn Beispiele für Affirmationen sind Mantras, Gebete und andere Rituale (siehe z. B. das Ho’oponopono-Ritual), die tagtäglich von Millionen, wenn nicht gar Milliarden Menschen bewusst oder auch unbewusst praktiziert werden. In der Spiritualität und in der Esoterik werden sie ebenfalls eingesetzt, aber auch in der Persönlichkeitsentwicklung können wir sie nutzen.

Affirmationen stellen ein äußerst wirkungsvolles psychologisches Instrument dar, das keinerlei Hilfsmittel erfordert und von jedem angewandt werden kann. Sie geben uns die Möglichkeit, unser Unterbewusstsein zu erreichen und dort vorhandene nicht-dienliche Glaubenssätze zu löschen oder durch positivere und inspirierendere auszutauschen. Denn obwohl wir uns beispielsweise dessen eigentlich bewusst sind, dass wir toll sind und gute Arbeit im Job leisten, möchte ein Teil in uns diese Informationen vielleicht nicht akzeptieren und betreffende Zweifel bleiben erhalten.

Affirmationen dringen ins Unterbewusstsein ein und schaffen es dort, Blockaden zu lösen. Sie können Dir also helfen, einen zielsicheren Weg für Dich zu finden und Deine inneren mentalen und physischen Kräfte zu mobilisieren, damit Du Deine Wünsche leichter erreichst und ein erfüllteres Leben führen kannst.

Negative Glaubenssätze

Tagtäglich denken wir etwa 60.000-80.000 Gedanken. Über 90 % dieser Gedanken sind jedoch immer gleich oder ähnlich. Das führt dazu, dass sich die entsprechenden Verknüpfungen der Synapsen im Gehirn immer weiter verstärken und sich immer tiefer in unser „System“ einbrennen.

Beispiel: „Während Präsentationen vergesse ich immer alles!“ Wenn wir das glauben, sind wir bereits so darauf vorbereitet, dass genau jener Umstand eintritt. Ja, wir wären sogar regelrecht enttäuscht, würde er sich so nicht manifestieren. Wir stehen also vor Publikum, und plötzlich sind sie weg, die Gedanken, aber wir haben ja gewusst: „Das passiert mir immer!“.

Diese negativen Glaubenssätze führen dazu, dass wir manchmal nicht unser gewünschtes Ziel erreichen, da wir nicht unser gesamtes Potenzial ausschöpfen, denn wir sind ja überzeugt davon „das passiert immer so“. Die Folge ist, dass toxische Gedankengänge auch ziemlich an uns und unserer psychischen Gesundheit nagen können. Wir fühlen uns unausgeglichen und stehen uns sozusagen selbst dabei im Weg, den Dingen nachzugehen, die uns glücklich machen.

Botschaften aus der Kindheit

Diese Glaubenssätze beruhen nicht unbedingt und nicht nur auf Erfahrungswerten durch Wiederholung. Besonders in unserer Kindheit, um noch spezifischer zu sein zwischen dem 1. und 6. Lebensjahr, mussten wir uns unbewusst immer wieder negativen Affirmationen und Botschaften unserer engsten Bezugspersonen aussetzen, die uns geprägt haben, da wir diese ungeprüft als Regel oder Wahrheit angenommen haben. Sie machen nun einen großen Teil unserer heutigen persönlichen Beschränkungen aus. Wenn Du mehr hierzu erfahren möchtest, sei Dir Das Kind in Dir muss Heimat finden von Stefanie Stahl empfohlen (siehe unten).

Negative Botschaften aus der Kindheit können z. B. sein: „Das machst Du so nicht richtig“ oder „Ich habe Dich nicht lieb, wenn Du nicht brav bist“. Diese führen beispielsweise zu Glaubenssätzen, dass wir nicht ganz wir selbst sein können, weil wir sonst nicht akzeptiert und folglich nicht geliebt werden. Aussagen wie „Ich bin stolz auf Dich“ oder „Ich vertraue Dir“ haben wiederum unser Urvertrauen gestärkt und helfen uns im Erwachsenenalter leichter im Alltag klarzukommen, vor allem auch mit Konflikten in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Negative Glaubenssätze finden

Mache unnützliche Glaubenssätze ausfindig, indem Du Dir hierzu folgende Fragen stellst:

  • Wann stehe ich mir selbst im Weg?
  • Wann und wieso bin ich in Konflikte involviert (innere Konflikte sowie auch Konflikte mit anderen)?
  • Warum tangieren mich diese Konflikte? Welche Emotionen lösen sie in mir aus?

Beispiel: „Ich traue mich nicht vor Publikum zu sprechen. Ich bin nervös, weil ich denke, ich könnte etwas Peinliches machen. Warum bin ich nervös? – Weil ich fürchte, die anderen könnten schlecht von mir denken.“ In diesem Falle möchtest Du selbstbewusster (Dir Deiner Fähigkeiten bewusst!) und sicherer auftreten.

Affirmationen formulieren

  • Formuliere Affirmationen immer im Präsens, also so, als wäre der Zustand bereits eingetreten. Beispielsweise „ich bin“ anstelle von „ich werde … sein“.
  • Nutze keine Verneinungen, denn diese erreichen Dein Unterbewusstsein dennoch negativ. Es ist als würdest Du ihm sagen: „Denke nicht an rosa Elefanten“. Vermeide somit verneinende Worte wie „nicht“ und „kein“, vermeide aber auch Adjektive wie „furchtlos“, „sorgenfrei“, denn auch da kommen lediglich die Worte „Furcht“ und „Sorgen“ im Unterbewusstsein an. Wähle anstelle dessen lieber positiv umschreibende Worte wie „mutig“ und „glücklich“, die dasselbe ausdrücken.
  • Wichtig ist, dass Du Dich mit der Bedeutung der Worte identifizieren kannst. Es kann zwar sein, dass sie sich anfänglich seltsam anfühlen, jedoch kann dies einfach auf die Ungewohntheit zurückzuführen sein.

Beispiel für eine positiv formulierte Affirmation: „Ich bin ein/e gute/r Redner/in. Ich trage meine Präsentation selbstsicher vor und bereichere das Publikum mit meinen inspirierenden Worten.“

Affirmationen nutzen

Hast Du nun Deine passenden Worte für Dich gefunden, geht es darum, diese optimal für Dich zu nutzen.

  • Schaffe Dir ein Ritual. Am ansprechbarsten ist Dein Unterbewusstsein kurz vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen. Entspanne Dich und sprich die gewählten Worte laut aus. Wichtig hierbei ist, dass Du die Worte nicht nur hoch- und runterbetest, sondern wirklich fühlst. Sage die Affirmation so häufig wie es sich gut anfühlt auf. Die Worte wirklich auszusprechen und sie selbst über das Gehör noch einmal aufzunehmen ist übrigens hierbei noch einmal wirkungsvoller, als die Affirmation lediglich im Kopf aufzusagen.
  • Schreibe Deine Affirmation auf kleine Zettelchen. Hänge diese an den Kühlschrank, schreibe sie auf den Spiegel, klemme sie ins Auto, oder wo auch immer Du Dich häufig aufhältst. Vergegenwärtige Dir die Worte jedes Mal, wenn Du auf sie stößt. Umso häufiger Du Ihnen begegnest, umso schneller und stärker prägst Du sie Dir ein.
  • Nutze Bilder. Stelle Dich in der gewünschten Situation vor und fühle was Du fühlst, wenn Du erreichst, was Du Dir von der Affirmation erhoffst. Sage hierbei die Worte auf und male Dir bildhaft aus, wie gut es sich anfühlt.
  • Affirmationen für Fortgeschrittene: Nimm Deine Affirmation auf Band auf. Es gibt auch unzählige Audios, die Dich bei den unterschiedlichsten Themen unterstützen können. Lass Dich am Morgen von ihnen wecken. Du kannst auch bewusst Deinen Wecker 10 Minuten eher stellen, das Band abspielen und nebenher noch etwas dösen, bevor Du aufstehst. Wenn Dein Verstand ruhig und urteilsfrei ist, nimmt Dein Unterbewusstsein Informationen ungefilterter auf.

Beispiel: Du möchtest eine positivere Lebenseinstellung entwickeln. Eine gute und simple Affirmation hierfür wäre: „Ich übernehme die Verantwortung für mein Glück. Ich trage alles Glück bereits in mir. Ich bin gelassen und entspannt. Ich vertraue darauf, dass ich meinen Weg finde.“

Veränderung braucht Zeit. Gib dennoch nicht bereits nach kurzer Zeit auf, solltest Du noch keine oder nur langsam Veränderungen spüren. Wichtig ist, dass Du daran glaubst, dass Du Dein Ziel erreichst. Natürlich kannst Du Deine Affirmationen variieren und abändern. Erst recht dann, wenn sich deren Absicht manifestiert hat.

Wir bei livinflow glauben daran, dass jeder sich sein eigenes Glück schaffen kann. Dazu tragen wir mit unserer ganzheitlichen Betrachtungsweise bei. Erfahre hier mehr.

Lesetipp:
Stefanie Stahl: Das Kind in Dir muss Heimat finden. Kailash, 2015.

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