Früher war alles besser …

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gesunde Ernährung

Die Ernährung heute und vor 50 Jahren

Ach ja, vor 50 Jahren sah das Essen komplett anders aus. Wenn man an Nahrung von früher denkt, denkt man automatisch an ziemlich kalorienreiche Speisen wie z. B. Omas Rindsrouladen oder Hackbraten mit Klößen und Kartoffeln, gepaart mit einer dicken Schicht Soße. Sodbrennen vorprogrammiert! Aber wie kommt es dann, dass heute immer mehr Menschen an Übergewicht leiden?

Den Trimm-dich-Pfaden und Schwarzenegger-Kult der 1970er steht heutzutage ein Riesenhype um Fitness und gesunde Ernährung gegenüber: Slow Food, Superfood, Clean Eating und Veganismus etc. sind heute aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken. Klingt doch erst einmal gut, oder?

Fleisch- und Kartoffelverbrauch

Der Verbrauch von Fleisch ist nach einem Höhepunkt in den 80er Jahren wieder etwa auf dem Niveau von 1970 angekommen. Allerdings sind heute Convenience Food, Massentierhaltung und gentechnisch veränderte Pflanzen Realität und ebenso Normalität.

Die Kartoffel hingegen, das einstige Grundnahrungsmittel, kommt heute immer weniger auf den Tisch, was am Low-Carb-Denken und an der fehlenden Zeit zum Kochen liegen mag.

Selbst kochen

Und darin liegt noch ein wichtiger Unterschied. Vielen fehlt heutzutage die Zeit oder die Lust, selbst zu kochen. Schnellrestaurants und Fertigprodukte haben daher einen enormen Absatz. Man muss nicht kochen, nicht aufräumen, nicht abwaschen – das trifft den Zeitgeist.

Fertigprodukte enthalten allerdings im Vergleich zu Selbstgekochtem oft mehr Salz und Fett, sowie auch mehr Zucker und meistens Konservierungs- und Farbstoffe, Emulgatoren und weitere Zusatzstoffe, um die Konsistenz zu erhalten. Hinzu kommt, dass sie nicht richtig satt machen. Zusammen mit der hohen Kaloriendichte trägt genau das zu Übergewicht und Adipositas bei.

Dem steht zwar ein neuer Trend gegenüber: Kochen ist für viele zum Hobby geworden. Food-Blogs und Kochsendungen gibt’s en masse. Und doch ist selbst Kochen und gesundes Essen zu einem Phänomen der Mittelschicht geworden. Gerade ärmere Familien können sich Gemüse und Vollwertkost häufig schlicht nicht leisten.

Zuckerkonsum

Unser Zuckerkonsum ist enorm gestiegen. Das liegt einerseits daran, dass in vielen Lebensmitteln heutzutage Zucker versteckt, den man so dort nicht vermuten würde – ein weiterer Effekt der industriellen Produktion. Hinzu kommt, dass wir heute mehr Säfte und Softdrinks statt Wasser trinken. Und gerade diese Getränke haben oft eine sehr hohe Kalorienzahl.

Bewegung

Und schließlich ist da der Bewegungsmangel. Einmal ist die Arbeit weniger körperlich geworden durch den vermehrten Einsatz von Maschinen und die Auslagerung der Produktion in andere Länder. Hinzu kommt, dass sich die Menschen auch in ihrer Freizeit weniger bewegen und mehr Stress haben. Immer mehr Zeit verbringen wir vor dem Fernseher und im Internet.

Wir sind heute also mit diversen Herausforderungen konfrontiert, die wir teilweise auch nur schwer beeinflussen können. Bewusstes und achtsames Konsumieren, Informationen über die Herkunft und Inhalte einzelner Lebensmittel sowie die Zufuhr von nicht mehr ausreichend in Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffen sind wichtiger denn je.

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