Gärtnern macht glücklich

0
Gartenarbeit macht gesund

 Ein eigener Garten, ein gemieteter Schrebergarten oder ein Beet mitten in der Stadt. Wie und wo man gärtnert ist eigentlich egal. Doch warum ist das Gärtnern so wichtig?

Fit und beweglich

Die Arbeit im eigenen Garten hält jung und fit. Das Bücken und tiefe Arbeiten halten beweglich, während die Muskeln durch die Kraftarbeit gestärkt werden. Das Gehen auf unebenen Untergründen fördert die Sensomotorik und wirkt Stürzen und Stolpern entgegen. Natürlich wird auch das Herz-Kreislauf-System angeregt, und die Schmerzempfindlichkeit, z.B. bei Gelenkproblemen, kann nachlassen. Die Atmung wird bei Tätigkeiten an der frischen Luft deutlich verbessert und das Atemvolumen erweitert sich.

Wer sich die Versorgung eines Gartens im höheren Alter nicht mehr richtig zutraut, kann sich Unterstützung durch Kinder oder Familie holen und sich z.B. einen Garten teilen.

Gärtnern entstresst

Das Buddeln im Garten ist eine hervorragende Methode zum Entspannen. Dabei kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen und einfach im hier und jetzt sein. Achtsames Arbeiten im Garten kann also eine Art Meditation sein. Es beruhigt die Nerven, macht den Kopf frei und lässt die Alltagssorgen in den Hintergrund treten.

Eine schöne Gartengestaltung macht viel Spaß und lässt das Herz höherschlagen. Die Natur, die versorgt und gepflegt werden möchte, bringt einen dazu, sich immer wieder auf angenehme Weise damit zu beschäftigen. Sogar Rasenmähen kann zu einer wirkungsvollen Achtsamkeitsübung werden, indem man das Brummen des Mähers wahrnimmt und den Geruch des frisch gemähten Grases genießt.

Die frische Luft sorgt für einen guten und erholsamen Schlaf. Das gibt Kraft und Stressresistenz für einen anstrengenden Alltag. Das Sonnenlicht unterstützt die Hormonprozesse im Körper und hebt die Stimmung. Es wirkt auch den Augenbelastungen bei täglicher Computerarbeit entgegen.
Das Lernen durch die Natur gibt Kraft und ein tiefes Verständnis für Sinnzusammenhänge. Pflanzen wachsen so schnell wie sie nun mal wachsen. Das kann man nicht beschleunigen. So ist das auch mit bestimmten Lebenssituationen. Zu wissen, dass es größere Zusammenhänge im Leben gibt und dass nichts für ewig so bleibt, wie es gerade ist, kann sehr kraftgebend sein und Menschen helfen, dem Leben stärker zu vertrauen.

Im Einklang mit sich selbst

Das Gärtnern bringt viele Menschen in Einklang mit sich selbst. In heilpädagogischen und therapeutischen Einrichtungen wird Gartenarbeit gezielt als Therapie eingesetzt. Hier hilft der Garten bei einer realistischen Selbsteinschätzung sowie beim Abschalten. Erfolgserlebnisse und das Gefühl von Zufriedenheit stellen sich ein. Auch bei Demenzkranken können Blumen, Gerüche und Farben verschüttete Erinnerungen wachrufen und eine Orientierungshilfe im Alltag bieten. Eine innere Ruhe sowie Raum und Zeit für persönliche Entwicklung sind Faktoren, die zur Gesundung beitragen.

Gärtnern ist auch eine gute Möglichkeit um Burn-Outs und Erschöpfungszuständen entgegenzuwirken. Etwas mit den Händen schaffen, selbstbestimmt etwas zu gestalten und im Einklang mit Natur und Rhythmik zu leben, sind starke positive Kraftgeber.

Natur stärkt die Gesundheit

Nicht nur die uralten Völker und Kulturen haben sich die Heilkraft der Natur zunutze gemacht. Auch moderne Forschungszweige der Öko-Psychosomatik und Mikrobiom-Forschung beschäftigen sich mit der heilenden Wirkung der Natur. Frische Luft, Gesundheitscocktails (Terpene), die von Bäumen abgegeben werden, sowie Mikrosporen benötigen Menschen für ihre Gesundheit. Natur ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Jede Minute an der frischen Luft ist ein Bestandteil der eigenen Gesundheitsförderung!

Gartenarbeit macht also nicht nur glücklich, sondern fördert auf symbiotische Weise die biologische Gesundheit im Körper. Nur 20 Minuten im eigenen Garten können schon wie ein kleiner Urlaub wirken.

Nachhaltig Gärtnern

Da in der Welt alles mit allem zusammenhängt, kann jeder Einzelne etwas für die Gesundheit der Welt tun. Nachhaltiger Gartenbau, mit Nutzpflanzen für Bienen, Schmetterlinge, Insekten sowie die Förderung von Lebensräumen für Tiere können wichtige Bestandteile sein. Ein Blätterhaufen für den Igel, ein Wasserbecken für Molche und Frösche, vielleicht sogar ein paar Hühner im Garten und Nistmöglichkeiten für Vögel.
Mit Kindern gemeinsam solch ein nachhaltiges Biotop zu gestalten, vermittelt dem Nachwuchs ein ökologisches Denken und Verantwortung für die Natur.

Gesundes Essen aus dem eigenen Garten

Tja und dann bleibt da noch der eigene Speiseplan. Gesunde Ernährung findet am besten durch den eigenen Garten statt. Hier können Kräuter, Salate, Gemüse und Obst gezogen werden. Die Ernährung entspricht damit genau dem Jahreszeitenrhythmus. Was gibt es leckereres, als frische Kräuter für eine Gemüsesuppe aus dem Garten zu ernten. Die Kinder kann man ja auch mal rausschicken und ein paar Möhren aus dem Boden zupfen lassen. Wer keinen eigenen Garten hat, auch kein Problem. Urbane Stadtgestaltungen laden dazu ein, überall in der Stadt kleine Beete anzulegen. Es gibt mittlerweile ganze Gemeinden, wo sich die Anwohner zu 70% autonom aus den bewirtschafteten Gärten und Parks ernähren. Städte und Gemeinden unterstützen solche Projekte sehr gerne und stellen Flächen zur Verfügung. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch noch richtig Spaß. Auf dem kleinen Balkon lassen sich ebenfalls im Blumentopf Kräuter, Erdbeeren, Paprika oder Tomaten ziehen.

Selbst gesäte, gepflegte und geerntete Lebensmittel sind lecker, schmackhaft und gesund. Natürlich sind sie auch ökologisch sinnvoll und unterstützen eine Welt mit einem symbiotischen Naturverständnis.

Nun aber los. Überlege Dir einmal, was Du anpflanzen möchtest. Wo kannst Du das tun und was benötigst Du dafür? Gibt es Möglichkeiten mit anderen gemeinsam einen Garten zu teilen? Wie viel Deiner Ernährung, kannst Du selbst anbauen? Und wenn Du Deinen eigenen Garten hast, spüre einmal in Dich hinein, wie zufrieden die Gartenarbeit macht.

Viele weitere Ideen zur Entspannung findest Du bei livinflow.com. Mit selbst geernteten Zutaten schmecken unsere frischen Smoothie- und andere Rezepte noch besser!

Kommentieren Sie den Artikel

Geben Sie bitte Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein