Ho’oponopono – Konfliktlösung auf Hawaiianisch

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Konfliktlösung

Ho’oponopono ist ein hawaiianisches Ritual, das vor allem der Vergebung diente, indem man Konflikte im Inneren heilte und somit im Äußeren löste. Das Wort bedeutet ungefähr „eine Handlung in Gang setzen, die eine Situation wieder gut macht“.

Dieses ursprüngliche geheime Ritual wurde meist vom ältesten Familienmitglied durchgeführt. Morrnah Simeona modernisierte das Ritual und passte es an die heutige Welt an. Nach ihrem Tod entwickelte Dr. Hew Len ihre Lehre weiter.

Das heutige, auf unsere Gesellschaft angepasste Ritual besteht aus Sätzen, die mantraartig wiederholt werden. Dabei ist die Aussage wichtig, mehr aber noch die entstehenden Emotionen:

Es tut mir leid, dass ich dachte diese Gefühle und Gedanken seien wahr und dass ich auf diese Weise diesen Umstand wahr gemacht habe.

Bitte verzeih mir: Ich übernehme die Verantwortung für diesen Konflikt und vergebe mir selbst jene Gedanken, die diesen Umstand geschaffen haben.

Ich liebe Dich: Ich akzeptiere bedingungslos meine „Fehler“ und Gedanken.

Ich danke Dir: Ich lasse alle negativen Emotionen los und bin einfach nur dankbar.

Diese Sätze kannst Du bei Konflikten anwenden und auch bei Krankheiten. Sprich sie im Kopf oder laut aus. Nach modernen Lehren des Ho‘oponopono sind Konflikte und Krankheiten Resultat einer unbewussten Handlung bzw. eines unbewussten Gedankens, den man entweder selbst oder eine andere Person ausgesendet hat.

Ein bekanntes Beispiel für die Kraft dieses Rituals ist folgende Geschichte: Dr. Hew Len wurde 1982 gefragt, ob er die Leitung des State Hospital in Kāne‘ohe übernehmen wolle. Unter der Bedingung, dass er seine eigene Heilmethode anwenden durfte, nahm er die Stelle an.

Die Zustände des psychiatrischen Krankenhauses waren sehr schlecht. Len ließ sich die Akten jedes einzelnen Patienten dort bringen und versetzte sich in sie hinein, ohne je mit ihnen gesprochen zu haben. Bei jedem negativen Gefühl jedes einzelnen fand er den Ursprung in sich selbst, den er bei sich heilte. Dazu verwendete er eine sehr kurze Version des Ho’oponopono:

Es tut mir leid.
Bitte verzeih mir.
Ich liebe Dich.
Danke.

Der Effekt war erstaunlich. Patienten, die zum Teil über Monate fixiert waren, entwickelten sich so, dass sie sich wieder frei bewegen konnten. Insgesamt verbesserte sich der Zustand aller psychiatrischen Patienten.

Ob man diese Geschichte glaubt oder nicht, sie lehrt uns vieles: Es ist gut, Konflikte und Krankheiten, denen man begegnet, erst in sich selbst zu heilen. Die Verantwortung liegt eben auch bei uns selbst und nicht nur bei anderen. Es lohnt sich, das Ho’oponopono-Ritual im Alltag anzuwenden, um Frust und negative Gedanken loszulassen und aufzulösen. Denn das Loslassen am Ende des Rituals in das Entscheidende: Nur so kann der Heilung Platz eingeräumt werden. Du wirst erstaunt sein, wie sehr dieses Ritual Dich und Dein Umfeld ändern wird!

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