Die Jackfrucht als Fleischersatz

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vegetarische Ernährung

Die Jackfrucht ist ein Geheimtipp, speziell für „Fleisch-Nein-Sager“. Ihr Fruchtfleisch lässt sich auch unreif in der Küche einsetzen. Was die Frucht aus den Tropen noch drauf hat, verraten wir Euch hier.

Die aus Asien stammende Jackfrucht (artocarpus heterophyllus; Englisch: jackfruit) ist eine vielseitig verwendbare, im Reifezustand süß wohlschmeckende Frucht, die sich auch sehr gut zum Braten und somit als Fleischersatz eignet.

Der leckere Riese unter den Baumfrüchten

Ja, das ist sie – ein wahrhaftiger Riese unter den Baumfrüchten. Nicht selten kann sie bis zu einen Meter lang werden und ein Gewicht von bis zu 20 Kilogramm annehmen. Unter ihrem Gewicht würde jeder Ast nachgeben, deshalb wächst diese gigantische Frucht direkt am Stamm des Jackfruchtbaumes, der bis zu 30 Früchte tragen kann.

Die Jackfrucht als Fleischersatz?

Die Jackfrucht ist eine ideale Alternative für Fleisch. Durch ihre im unreifen Zustand faserige Struktur erinnert sich nicht nur an Fleisch, sondern nimmt auch bei entsprechender Würzung und Verarbeitung dessen Geschmack an. Sie ist kalorien- und fettarm und enthält jede Menge Kalium, Vitamin C und A, Magnesium, Eisen, Kalzium und wertvolle Antioxidantien. Sehr positiv ist auch, dass sie keine Allergene wie Gluten oder Soja enthält.

Die in Soja enthaltene Phytinsäure, die viele Mineralien bindet, ist in der Jackfrucht nicht enthalten. Darüber hinaus hat Soja eine andere Textur als Fleisch. Der Nachteil der Jackfrucht ist, dass sie einen niedrigeren Proteingehalt hat als z.B. Soja. Durch den Transport aus Asien hat sie auch einen relativ großen CO2-Fußabruck. Soja wiederum steht für die Abholzung des Regenwaldes in der Kritik.

Essbare Jackfrucht-Kerne

Zum Kern der Sache kommt man übrigens sehr leicht. Die Kerne sind im Fruchtfleisch verteilt. In einer Jackfrucht können sich bis zu 500 Kerne verstecken, die durch ihre Form an Paranüsse erinnern, geröstet aber nach Esskastanien schmecken. Auch sie enthalten viel Vitamin B, Magnesium und Eisen und sind daher ebenfalls sehr gesund.

Positive Eigenschaften der Jackfrucht auf einen Blick

Die Jackfrucht:

  • fördert die Blutbildung: 100 g Jackfrucht enthalten gut 2,1 mg Eisen; das entspricht 17 % des Tagesbedarfs, was vor allem für Veganer und Vegetarier wichtig ist.
  • ist Nervennahrung: Da 100 g Jackfrucht etwa 131 mg Magnesium enthalten, hält es das Nervensystem stabil und wirkt sich somit auch positiv auf das Gehirn aus. Der Gehalt entspricht ca. 37 % des täglichen Bedarfs.
  • ist ballaststoffreich: Schon 100 g Jackfrucht enthalten 16 g Ballaststoffe und punkten daher besser als z. B. Tofu. Die Menge entspricht der Hälfte der empfohlenen Tagesmenge.
  • ist ein Vitamin-C-Bömbchen: Immerhin enthält die Jackfrucht auf 100 g gut 25 % des täglichen Bedarfs an Vitamin C und nimmt daher Platz 1 unter den vegetarischen und veganen Fleischalternativen ein.
  • ist eine Vitamin-B-Quelle: Vitamin B kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor. Eine Ausnahme ist die Jackfrucht, die mit ihrem pflanzlichen Vitamin-B-Anteil zu einer adäquaten Versorgung des Gehirns, des Nervensystems und des Stoffwechsels beiträgt.
  • ist ein Knochenbaustein: Die Jackfrucht kann die Hälfte der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K liefern, das eine wichtige Rolle für die Blutgerinnung und den Abbau von Knochen, also der Osteoporose, einnimmt.

Wo kann man die Jackfrucht kaufen?

Die Jackfrucht bekommt man mittlerweile in gut sortierten Lebensmittelläden. Als Fleischersatz eignet sich allerdings, wie oben erwähnt, vor allem die unreife Frucht. Diese bekommt man in Dosen in Bio- und Reformhausläden.

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