Kraft und Entspannung durch (Weihnachts-) Musik

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Kraft durch Musik

Gemütlich im Sessel sitzen, stimmungsvolle Musik im Hintergrund, entspannen und dabei Kraft und Energie tanken. Warum wirkt Musik so auf uns? Und klappt das auch mit Weihnachtsmusik?

Wer wurde nicht schon einmal beim Hören von „My heart will go on“ – dem Titelsong des Spielfilms „Titanic“ – oder einem anderen Musikstück tief berührt? Das Anhören des Songs allein reicht, um uns zu bewegen. Musik hat die Kraft, uns sentimental, traurig oder euphorisch zu stimmen, und kann uns sogar mit Energie aufladen.

Beim Sport wählen wir für intensive Workouts treibende, energiegeladene Musik und schaffen es dadurch, Energiereserven frei zu machen und uns noch ein bisschen mehr anzustrengen. Bei Wellness-Massagen dagegen helfen uns sanfte Klänge dabei, noch besser zu entspannen. Musik wirkt! Sie hat Einfluss auf unsere Stimmung und ist direkt mit Emotionen verbunden. Jeder von uns hat es schon selbst erlebt. Manche Musikstücke dringen direkt bis in unser Herz vor und machen uns glücklich. War das nicht eben der Song vom letzten Urlaub? Und schon tauchen Bilder und Erinnerungen an Meer und Strand auf. Oder wie ist es, wenn Andreas Bourani „Auf uns“ anstimmt? Läuft da nicht auch vielen Nicht-Fußballfans ein leichter Schauer über die Haut? Emotionale Situationen sind mit Melodien gekoppelt. Klänge werden mit unserer Biografie verbunden.

Töne, die verbinden

Das ist bei Weihnachtsmusik nicht anders. Weihnachtsmusik macht uns glücklich. Sie weckt Erinnerungen an vergangene Weihnachtsfeste. Oftmals werden Kindheitserinnerungen wach – wie gemütliches Plätzchenbacken in der Familie, das Basteln von Weihnachtsschmuck, das eine ganz besondere Geschenk, leuchtende Kinderaugen und vieles mehr.

Weihnachtsmusik erzeugt also positive Gefühle und kann uns berühren.
Und besonders schön ist, dass wir auch selbst und gemeinsam musizieren können. Das Erlebnis, gemeinsam zu singen, verstärkt wohlige Gefühle. Also Gitarre raus oder ans Klavier gesetzt und gemeinsam weihnachtliche Lieder angestimmt!

Musik kam vor der Sprache

Neurowissenschaftler und auch Evolutionsforscher beschäftigen sich immer wieder mit der Wirkung von Musik. Klänge sind die Ursprache unseres Körpers. Schon bevor sich die Sprache entwickelte, hat der Mensch musiziert. Und die Musik wurde weiter gepflegt, auch nachdem es die Sprache gab. So bedeutungs- und wertvoll ist sie.

Wir können über Klänge eine neue energetisch-neuronale Wirklichkeit schaffen und unsere Aufmerksamkeit auf die Stärkung guter Gemütszustände, Gefühle und auch Sichtweisen legen. So können wir z. B. mit einem für uns passenden Musikstück einen bewussten Zustand verankern. Möchte man diesen Zustand wieder hervorrufen, kann man sich das Musikstück anhören: Der Körper reagiert darauf, und man versetzt sich selbst in diesen Zustand zurück. Eine Praxis, die von Yogis schon lange Zeit mithilfe des Singens von Mantras eingesetzt wird. Mantras sind Silben, Wörter oder Sätze, die – das besagt die Lehre – hochverdichtete Energie enthalten, also höchste Schwingung. Und auch ohne das Wissen, was die einzelnen Silben bedeuten, kann der Klang wirken.

Musik beruhigt

Als Kind haben uns sanfte Einschlaflieder beruhigt und in den Schlaf begleitet. Im Erwachsenenalter helfen uns ruhige Melodien beim Entspannen und wirken ähnlich wie Meditationstechniken. Durch Musik kann die Herzfrequenz verringert, Stress gemindert und der Blutdruck gesenkt werden. Dieses Wissen wird auch in Kliniken eingesetzt. Studien haben gezeigt, dass beim Abspielen von entspannender Musik bei Operationen die Patienten weniger Angstsymptome zeigten und dass weniger Schmerz- und Beruhigungsmittel erforderlich waren. Auch das OP-Team kam in den Genuss der positiven Wirkungen und konnte sich besser konzentrieren.

Entspannt jede Musik?

Damit die Musik wirklich entspannend wirken kann, sollte sie gefallen. Denn wie soll der Körper entspannen, wenn das Gehör gestresst und genervt auf die Töne reagiert?
Allgemein eignen sich Instrumentalstücke und besonders klassische Werke. Die optimale Geschwindigkeit der Stücke entspricht in etwa dem Tempo unseres Herzschlags, das sind 60 bis 80 Schläge pro Minute in einem konstanten Rhythmus.

Der Lieblingsplatz ruft

Die kurzen und dunkleren Tage laden geradezu dazu ein, es sich gemütlich zu machen. Wenn es draußen kalt ist, locken eine Tasse heißer Tee, flackernde Kerzen und der Platz auf der Couch oder im Lieblingssessel. Mit ruhigen Liedern dazu kannst Du entspannen, mitsummen, singen oder einfach in schöne Erinnerungswelten abtauchen. Die weihnachtliche Playlist kann inzwischen fast jeden Wunsch erfüllen, ob Weihnachts-Oldies, Klassik oder Jazz-Versionen. Hauptsache, es gefällt.

Und mit diesen schönen Klängen im Ohr kannst Du die Seele baumeln lassen und zur Ruhe kommen, das alte Jahr verabschieden und Kraft sammeln für das beginnende neue.

Ich wünsche Dir eine schöne, musikalische Weihnachtszeit!

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Corinna Michels
Corinna Michels, 52 Jahre, ist von Kindesbeinen an als Kunstturnerin und später als Volleyballerin sportlich aktiv. Mit dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Sportwissenschaften konnte sie ihre Leidenschaft mit dem Beruf verbinden. Die Bewegungsexpertin, Yogalehrerin und Buchautorin hat zahlreiche Ausbilderqualifikationen erworben: unter anderem DTB GroupFitness Advanced, DTB Pilates, Faszien- und SLASHPIPE-Training und Diplom Stretching. Bei livinflow lässt die Expertin ihre ganze Begeisterung und ihr langjähriges Know-how als Psychodynamische Körpertherapeutin, Yogalehrerin und Bewegungsexpertin in die verschiedenen ganzheitlichen Programme einfließen.

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