Ein Leben ohne Zucker – geht das?

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Jaja, der sonntägliche Kuchen, zum Nachtisch der Vanillepudding, Gummibärchen gibt’s zur Lieblingssendung, Cola sowieso, und ohne Schokolade kommt man erst recht nicht durch den Tag. Natürlich weiß man, dass es problematisch ist, so viel Zucker zu sich zu nehmen. Aber wie den Absprung schaffen? Und geht das überhaupt, ein Leben ohne Zucker?

Industriezucker – das große Gift

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt der europäische Bürger 32 Zuckerwürfel (1 Zuckerwürfel = 2 g) pro Tag zu sich. Die Empfehlung hier liegt bei gerade mal 25 Zuckerwürfel täglich.
Zucker ist das größte Gift, das wir unbewusst in uns hineinlöffeln. Dabei sind die Nachteile eines übermäßigen (Industrie-)Zuckerkonsums längst erforscht:

  • Zucker greift die Zähne an.
  • Er geht direkt ins Blut, das Insulin bringt ihn in die Zellen, womit die Fetteinlagerung beschleunigt wird. Übergewicht bzw. Adipositas ist die Folge.
  • Übermäßiger Zuckerkonsum macht träge und kann zu Schlafproblemen führen.
  • Er macht abhängig.
  • Ein zu hoher Konsum von künstlicher Fructose (siehe Tabelle unten) führt dazu, dass unser Sättigungsgefühl verschwindet.
  • Durch den Zucker wird die Aufnahme von Vitaminen blockiert. So kann Kollagen zerstört werden und die Haut dünner und schlaffer wirken.
  • Der Darm leidet unter einem zu hohen Zuckerkonsum. Blähungen, Verstopfungen etc. sind die Folge einer aus dem Takt gebrachten Darmflora.
  • Die Leber kann den Zucker nicht mehr verarbeiten und speichert ihn als Fett. Das führt zu einer Fettleber.
  • Zucker ist eine der Hauptursachen für schwerwiegende Krankheiten wie Diabetes und Alzheimer. Auch bei Herzproblemen und Schlaganfällen spielt er eine Rolle. Bei Krebs und Multipler Sklerose steht der Zucker zumindest im Verdacht, Mitverursacher zu sein.

Angeführt sei an dieser Stelle aber auch, dass der Zucker für unseren Körper, vor allem das Gehirn, überlebenswichtig ist, jedoch nur in seiner natürlichen Form und nur in Maßen. Gänzlich ohne Zucker geht es kaum – und aus medizinischer Sicht ist es auch nicht zu empfehlen.

Die Vorteile, den Industriezuckerkonsum wenigstens zu reduzieren, liegen auf der Hand:

  • Du verlierst an Gewicht.
  • Du schläfst besser und hast mehr Energie.
  • Du fühlst Dich wohler und fitter durch einen konstanten Blutzuckerspiegel.
  • Dein Geschmackssinn ändert sich und viele Lebensmittel wirst Du bald als zu süß empfinden.
  • Deine Haut wird straffer und reiner.
  • Deine Darmflora erholt sich.
  • Du schützt Herz und Leber.
  • Du schützt Dich vor Krankheiten, die durch zu hohen Zuckerkonsum ausgelöst werden können.

Zucker und seine vielen Synonyme

Uns Menschen ist nicht einmal bewusst, dass wir so viel Zucker konsumieren. Denn der Zucker steckt auch in Lebensmitteln, in denen wir ihn am wenigsten vermuten würden. Wurst, saure Gurken, Tomatensauce, fettarmer Joghurt, Brot und Fertiggerichte enthalten zum Beispiel beinahe so viel Zucker wie Schokolade und süßes Gebäck. Zucker verstärkt den Geschmack und wird daher vielen Lebensmitteln zugeführt.
In den vielen Jahren seines industriellen Daseins hat der Zucker gelernt, sich hinter chemischen Begriffen zu verstecken, die wir kaum aussprechen können.

Hier ein paar Beispiele:

Wer also ein Leben ohne Zucker führen will, sollte industriell produzierte Lebensmittel meiden und die Zutatenliste genau studieren. Obst kann man natürlich essen, aber auch hier mit dem Bewusstsein, dass es ebenfalls Zucker enthält.

Somit wird der Gang durch den Supermarkt schnell zum Hindernislauf. Denn Fruchtjoghurt, bestimmte Müslisorten und Säfte sowie Gebäck, Wurstsorten, Konserven, Wein (Alkohol generell), und das Brötchen für zwischendurch sind tabu. Lieferdienste mit ihren fertigen und zuckerhaltigen Saucen werden, ebenso wie das auswärtige Essen, für Neulinge einer zuckerfreien Ernährung zu Beginn eine große Herausforderung darstellen.

Ein industriezuckerfreies Leben – geht das?

Wir sagen ganz klar: Ja! Allerdings mit etwas Organisation und Vorarbeit.
Wer zuckerfrei Leben möchte, der sollte sich bewusst mit seiner Ernährung auseinandersetzen und, was noch wichtiger ist, seine Nahrung selbst zubereiten. Ganz klar, ohne eigene Arbeit geht zuckerfrei kaum! Auch eine medizinische Abklärung ist wichtig.

Unsere Tipps zu einem industriezuckerfreien Leben:

  1. Informationen einholen (siehe oben).
  2. Befriedige den anfänglichen „Heißhunger“ auf Süßes mit natürlich süßen Lebensmitteln wie Bananen, Naturjoghurt mit Früchten und Nüssen.
  3. Denke über Dein Essverhalten nach und identifiziere Deine Rituale: ein Löffel Zucker in den Tee, Dein Gebäckstück beim Lieblingsbäcker jeden Mittwoch, Schokolade als Nervennahrung, usw. Ersetze diese „Zuckerfallen“ durch zuckerfreie Alternativen. So hast Du weiterhin Deine Rituale, aber eben „in gesund“.
  4. Greife am Anfang auf alternative Süßungsmittel wie Kokosblütenzucker, Agavensirup, Birkenzucker, auch Xylit genannt, zurück.
  5. Nach einiger Zeit bekommt man ein Gefühl für die Lebensmittel, die einem guttun, und kann sich im Vorfeld einen „Grundstock“ an zuckerfreien Lebensmitteln einkaufen. So wird den aufkommenden Heißhungerattacken entgegengewirkt. Auf der ersten Einkaufsliste könnten z.B. Oliven, Mais- und Reiswaffeln, alle gängigen Gemüsesorten (zuckerfrei), Dinkelbrot-Alternativen, Sojamilch, Kokosnussmilch und diverse Käse- und Fleischprodukte stehen.
  6. Plane Zeit zum Rezepte-Finden und zum Kochen ein. Du wirst sehen, wie experimentierfreudig Du nach einiger Zeit wirst!
  7. Ja, das Essengehen wird schwer, aber es gibt immer mehr kleine Restaurants, die z.B. neben glutenfreiem Essen auch zuckerfreie Gerichte mit einer genauen Auflistung der Zutaten anbieten.
  8. Für die Arbeit kann man sein Mittagessen schon zu Hause vorbereiten. Solltest Du Dein Essen dort nicht aufwärmen können, sind Salate mit Quinoa oder Gerichte mit Hirse oder Hafer und Früchten eine gute Alternative.

Wie bei allem gilt auch bei diesem Projekt: kleine Schritte machen und sich nicht für Rückschläge, die ganz klar kommen werden, verurteilen. Am wichtigsten ist und bleibt, dass man sich bewusster ernährt. Dadurch lässt das Interesse an zuckerhaltigen Lebensmitteln von selbst schon nach. Schritt für Schritt kann man sich dann seiner eigenen idealen Ernährungsweise annähern.

Die vegetarischen Rezepte von livinflow, die einen großen Teil unserer Programme ausmachen, zeigen, wie einfach eine gesunde Ernährungsweise sein kann. Da wir zum Beispiel Rückenschmerzen oder Schlafmangel immer ganzheitlich betrachten, ist es für uns besonders wichtig, die Verbindung zwischen übermäßigem Industriezuckerkonsum und diesen Problemen zu betonen. Unsere Rezepte, Produkte, unser Fitnessprogramm sowie unsere Coachings und Meditationen werden Dir bei diesen und auch anderen Beschwerden helfen und Dich zu einem gesünderen Leben führen. Probier’s aus – wir freuen uns auf Dich!

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