Kreativ-Power auf Dauer – warum lebenslanges Lernen so wichtig ist

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lebenslanges Lernen

Kreativ bleiben, neue Impulse und Ideen haben, auf dem Arbeitsmarkt mithalten können. Das sind wichtige Fähigkeiten in unserem Alltag. Doch wie können wir uns diese Fähigkeiten auch mit zunehmendem Alter erhalten?

Fangen wir bei den Kindern an. Kinder lernen sehr schnell, da sie eine starke Begeisterungsfähigkeit und viel Fantasie besitzen. Wenn Kinder zum Beispiel Pirat spielen, dann verleiht die Fantasie ihnen die Möglichkeit zur Transformation – und somit sind sie in dem Moment tatsächlich Piraten. Dieses innere Erleben unterstützt kreative Lernprozesse und nachhaltiges Abspeichern von Informationen.

Werden wir älter, lässt diese Begeisterungs- und Visualisierungsfähigkeit in der Regel nach. Genau das ist einer der Faktoren, warum älteren Menschen das Lernen schwerfällt. Es gibt aber viele beschriebene Beispiele, die zeigen, dass man auch noch im hohen Alter kreativ sein kann. Wie zum Beispiel der 80-jährige Deutsche, der sich in eine Spanierin verliebte und mit ihr nach Spanien zog. Er hatte positive Gefühle, war neugierig auf das neue Leben und wollte sich mit seinem neuen Umfeld und der Familie der Frau verständigen können, sodass er in nur einem Jahr fließend Spanisch sprechen lernte!

Hier erkennt man, dass die Begeisterung für eine Sache der entscheidende Faktor für lebenslanges und erfolgreiches Lernen ist.

Gehörst Du auch zur Generation 50+ und bist stolz auf Deine Kreativität, auf Deine Fähigkeit, auf Neues schnell reagieren zu können, und darauf, mit den „Jungen“ noch mithalten zu können? Dann höre nicht auf die, die behaupten, das sei in Deinem Alter nicht mehr machbar!

Begeisterungsfähigkeit als Motor

Wie funktioniert Lernen eigentlich? Das Gehirn baut neurologische Netzwerke, wenn wir Dinge im Alltag erlernen. Diese Netzwerke werden mit Emotionen und Sinneseindrücken gekoppelt. Gutes und nachhaltiges Lernen funktioniert erfahrungsgemäß am besten, wenn das Erlernte mit positiven Gefühlen verbunden wird. Die Begeisterung für das, was man erlernen möchte, ist folglich der Motor für die Lernleistung.

Hierin liegt auch der Schlüssel für lebenslanges erfolgreiches Lernen. Neugier und Interesse an den Dingen, die wir erlernen wollen, sowie die Verknüpfung mit inneren Bildern und Gefühlen lassen das Gehirn auch in höherem Alter mit Vollgas unterwegs sein.

Training fürs Gehirn

Natürlich ist es hilfreich, sein Gehirn auch im Alltag zu trainieren. Das kann man sich wie eine Art Muskeltraining vorstellen, ganz nach dem Motto „Use it or lose it“. Hier helfen schon kleine Alltagsübungen: sich die Einkaufsliste merken, anstatt sie aufzuschreiben, Knobelaufgaben lösen, Musik machen und vieles mehr. Besonders wirksam sind Techniken wie Life Kinetik – ein Gehirnleistungstraining, gekoppelt mit körperlicher Bewegung, das darauf abzielt, die Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften zu verbessern.
Auch die Beschäftigung mit Kindern hält geistig jung, denn sie sind kreativ und fordern einen selbst zum Denken, Fantasieren und Lernen auf.

Und nicht zu vergessen: körperliche Bewegung. Sportarten mit hohem koordinativem Anspruch erweitern nicht nur das Bewegungsrepertoire, sondern fördern auch die Gehirnleistung.

Kreativ arbeiten bis zur Rente

Doch wie ist es im Arbeitsalltag um unsere Gehirnpower bestellt? Unternehmen setzen aktuell sehr stark auf junge kreative Mitarbeiter. Den Älteren wird häufig vorgeworfen, sie seien nicht mehr kreativ genug und hätten keine Ideen mehr. In Befragungen älterer Mitarbeiter erwidern diese jedoch, dass es für sie kein Problem sei, weiterhin kreativ zu denken. Die Schwierigkeit liegt hier eher in der Arbeitsfülle und den Arbeitsaufgaben. Die Arbeitsverdichtung und das tägliche Abarbeiten von Aufgaben fordern das Gehirn sehr stark. Da bleibt einfach kein Raum mehr für wirklich kreative Tätigkeit.

Moderne Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung planen dagegen mittlerweile 40 Prozent der Arbeitszeit als Kreativzeit ein. Hier kann der Mitarbeiter meditieren, spazieren gehen oder den Austausch mit anderen suchen. Denn unter Druck und mit vollem Kopf fällt es schwer, kreativ zu denken.

Meditation ist ein weiteres Mittel, den Kopf wieder frei zu bekommen. Wenn das Denken eingestellt wird, kann sich der Geist für Neues öffnen. Neue Gedanken entstehen nicht, wenn man versucht, sie zu forcieren. Kreativität entsteht gerade durch „Nichtdenken“. Das kann ebenso bei einem Spaziergang, einer Mountainbike-Tour oder beim Liegen in der Hängematte geschehen. Bestimmt hast Du auch schon einmal über ein Problem gegrübelt – und dann ist Dir die Lösung einfach so, zum Beispiel beim Spazierengehen, in den Sinn gekommen. Genau so entstehen große Ideen. Die Ideen vieler Philosophen und großer Denker sind beim Gehen entstanden, nicht während sie am Schreibtisch saßen.

Reflektiere doch einmal Deinen Arbeitsalltag und schaue, wo Du für Deine Kreativzeit sorgen kannst. Es lohnt sich, in die Entspannung des Geistes zu investieren!

Gesunder Schlaf beeinflusst unsere Lernleistung

Es gibt aber noch andere Faktoren, die unsere Lernleistung beeinflussen. Dazu gehört vor allem der gesunde Schlaf. Im Schlaf werden all die erlernten Dinge abgespeichert und verarbeitet. Schläft man also zu wenig oder ist der Schlaf gestört, dann kann sich das negativ auf Konzentration und Lernleistung auswirken.

Auch die gesunde Ernährung kann zu mehr geistiger Fitness beitragen. Nüsse für zwischendurch, keine zu schweren, fettigen Mahlzeiten vor dem Lernen und natürlich das Trinken von viel Wasser sind elementar für die Förderung der Lernleistung. Das Thema Brainfood nehmen wir aber in einem anderen Beitrag genauer unter die Lupe.

Mit Neugier Richtung Zukunft

Doch wofür soll man sich anstrengen und sein Gehirn im Alltag fördern und trainieren?
Ganz einfach: um so lange wie möglich geistig fit zu bleiben. Das bedeutet, auch im hohen Alter ein autonomes und selbstbestimmtes Leben führen zu können. Und in den mittleren Lebensjahren hilft uns geistige Fitness, mit der immer komplexer werdenden Welt mithalten zu können. Wer sich davor verschließt, geistig fit zu bleiben, verschließt sich vor der Welt. Wer zum Beispiel heutzutage den Computer oder das Handy nicht bedienen kann, für den wird der Alltag sehr umständlich und anstrengend. In der modernen digitalen Welt werden viele kognitive Fähigkeiten benötigt, und ein Dazulernen wird vorausgesetzt. Das betrifft die Arbeitswelt genauso wie den Freizeitbereich.

Ein Schritthalten mit neuen Techniken bedeutet aber auch, offen, neugierig und lernbereit durchs Leben zu gehen. Sprüche wie „Dafür bin ich zu alt“ sind häufig nur Ausreden, um sich nicht aus seiner Komfortzone herausbewegen zu müssen.

Also, wie möchtest DU älter werden?

Frage Dich doch einmal, was Du in Deinem Leben tun kannst, um Deine Kreativität zu fördern und Deine geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Verstärken kannst Du das Ganze, indem Du innerlich die Vision von Dir selbst trägst, auch in höherem Alter gesund und geistig fit zu sein. Solche inneren Bilder bringen Dich dorthin, wo Du sein möchtest!

Wie Du gesund älter werden kannst, erfährst Du bei livinflow!

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