Meditation und Melatonin

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mit Meditation gut schlafen

Meditation entspannt, tut gut und fördert die Konzentration, das ist hinlänglich bekannt. Aber woran liegt das genau? U.a. daran, dass regelmäßige Meditation den Melatoninspiegel in Deinem Körper erhöht.

Was ist Melatonin?

Melatonin ist das so genannte Schlafhormon. Vor dem Schlafengehen wird es vermehrt im Blut ausgeschüttet, um Deine Schlafqualität zu verbessern. Es beeinflusst so den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers, steigert die Konzentration, wirkt antioxidativ und gibt Dir ein gutes Gefühl. Zudem verlangsamt es den Alterungsprozess und reguliert den Östrogenspiegel bei Frauen.

Die Zirbeldrüse

Melatonin wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) produziert. Die Zirbeldrüse ist eine kleine Drüse an der Rückseite des Mittelhirns, die allerdings, so klein sie auch ist, die oberste Instanz des Hormonsystems ist. So beeinflusst sie z.B. den Zeitpunkt des Eintritts in die Pubertät. Sie ist dafür verantwortlich, das am Tag gebildete Serotonin nachts in Melatonin umzuwandeln.

Die Zirbeldrüse war schon im Altertum bekannt und ihr wurden verschiedene Fähigkeiten zugesprochen. Schon dem griechischen Arzt Galen (2. Jahrhundert nach Chr.) war sie bekannt und der Philosoph René Descartes hielt sie für den Sitz der Seele. Auch in der heutigen Esoterik (u.a. der Theosophie) wird sie mit dem Dritten Auge gleichgesetzt, also der Pforte zum höheren Bewusstsein.

Sie hat also schon lange für viele Kulturen eine große Bedeutung, wurde aber erst in letzter Zeit wissenschaftlich untersucht. Die Forschung steckt hier noch in den Kinderschuhen.

Meditation und Melatonin

Was aber schon herausgefunden wurde, ist der Einfluss von Meditation auf den Melatoninspiegel. Diesen stellte als erstes 1995 ein Team an der University of Massachusetts fest. Die Forscher fanden heraus, dass Menschen, die regelmäßig meditierten, einen viel höheren Melatoninspiegel hatten als Menschen, die nicht meditierten.

Auch stellten sie fest, dass eine Meditation direkt vor dem Zubettgehen den Melatoninspiegel in dieser Nacht ansteigen ließ. Zudem verweilten diese Menschen länger im Tiefschlaf.

In einer anderen Studie der Adelaide University Medical School wurde nachgewiesen, dass der Wechselatem (Nadi Shodana) und die Kerzen-Meditation (Trataka) – beides Yogatechniken – große Auswirkungen auf die Melatoninproduktion haben, wenn sie regelmäßig angewandt werden.
Diese Verbindung ist weniger überraschend als man denkt. Denn Meditation hilft ja dabei, verschiedene Hormone zu regulieren, u.a. auch das Melatonin. Es ist auch für das Hochgefühl verantwortlich, das regelmäßig Meditierende oft spüren.

Fazit

Meditieren tut gut und hat einen Einfluss auf die Gesundheit. Dabei ist es egal, für welche Meditationspraxis man sich entscheidet. Gerade für Menschen, die Einschlafprobleme haben, ist sie zu empfehlen.

Die weiteren Vorteile von regelmäßiger Meditation sind natürlich auch nicht zu verachten: man wird gelassener, lernt sich besser kennen, kann sich besser konzentrieren und trifft dadurch bessere Entscheidungen im Leben. Man lernt vor allem, dass man nicht auf seine Gefühle und Gedanken reagieren muss, sondern immer auch eine andere Wahl hat. So schafft man es, auch einmal anders zu reagieren, als man es gewöhnlich tut.

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