Slow Eating und Slow Food – Gutes tun mit Genuss!

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achtsam essen

Wer kennt es nicht? Unser Frühstücksbrot verzehren wir mal eben auf der Fahrt zur Arbeit. Zwischen zwei Terminen schieben wir uns schnell einen Müsliriegel zwischen die Gaumen oder wir schlingen unser Mittagessen in der Kantine oder einer Imbissbude herunter. Da wir ja eigentlich keine Zeit haben, überhaupt etwas zu essen. Mal einen Keks hier und einen Schokoriegel da, denn die füllen wenigstens kurz unseren Magen.

Natürlich bleibt diese Art zu Essen nicht ohne Folgen: Der Blick auf die Waage ist alles andere als erfreulich. Unser Magen-Darm-Trakt beschwert sich, und am Ende des Tages wissen wir nicht einmal, was wir überhaupt über den Tag verteilt gegessen haben. Die Alternative ist, Essen bewusster anzugehen und es zu genießen.

Die Vorteile von Slow Eating

  • Blähbauch und Müdigkeit nach dem Essen sind passé, wenn Du anfängst, Deine Nahrung gründlich zu kauen. Das ist gut für das Verdauungssystem, weil es dann nicht mehr große Brocken verarbeiten muss, sondern sich auf das Zerlegen der Nahrung konzentrieren kann. Das spart Energie.
  • Durch langsames Kauen nimmt der Körper auch viel mehr Nährstoffe auf. Damit sorgst Du also dafür, dass Dein Körper alle Vitamine und Mineralstoffe erhält.
  • Beim langsamen Kauen bleibt das Essen länger im Mund und Du nimmst den Geschmack bewusster wahr. Du wirst sehen – die einfachsten Dinge schmecken plötzlich total intensiv! Gleichzeitig wirst Du merken, dass Deine Geschmacksnerven dann nicht mehr so leicht auf die oberflächlich geschmacklichen Vorzüge von ungesundem Essen hereinfallen.
  • Langsam essen macht satter. Erst nach ca. 20 Minuten setzt das Sättigungsgefühl ein. Wenn Du Dein Essen also hinunterschlingst, erreicht Dich dieses Signal nicht. Mit anderen Worten, wenn Du langsam isst, fühlst Du Dich satter und isst dementsprechend auch weniger.
  • Langsames Essen führt auch zu mehr Körperbewusstsein. Wenn wir uns von nichts ablenken lassen und uns voll und ganz auf das Essen konzentrieren, nehmen wir wieder mehr Signale unseres Körpers wahr und können darauf reagieren.

Tipps zum Slow Eating

Plane Dir bewusst Zeit zum Essen ein. Du wirst sehen, so viel länger dauert es gar nicht!

  • Vermeide jegliche Ablenkung (Handy weglegen!)
  • Nimm einen kleinen Teller und lade ihn nicht allzu voll.
  • Kaue jeden Bissen gründlich und konzentriere Dich auf den Geschmack.
  • Trinke genug während dem Essen.
  • Nimm Deinen Körper dabei bewusst wahr.

Slow Food – eine weltweite Bewegung

Die Slow-Food-Bewegung wurde 1989 von Falco Portinari gegründet, aus Protest gegen die sich immer weiterverbreitenden Fast-Food-Ketten. Die Grundidee war, sich auf die Tradition, das Essen in herkömmlichen Restaurants zu genießen, zurückzubesinnen und nicht bei der „To-go-Kultur“ mitzumachen.

Mittlerweile ist Slow Food weltweit tätig und hat auch ihren Fokus von der Erhaltung der traditionellen Gastronomie auf die faire und unbelastete Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln ausgeweitet.

Dazu gehören auch der Schutz der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren sowie eine faire Bezahlung aller Beteiligten an der Nahrungsmittelproduktion. Für die Gastronomie bedeutet das wiederum eine Rückbesinnung auf regionale und saisonale Lebensmittel.

Gut, sauber, fair

Das Konzept, Essen zum ersten Grundrecht des Menschen zu erklären, wird von der Bewegung gut in 3 Schlagworten zusammengefasst: Essen sollte gut, sauber und fair sein:

Gut: Gutes Essen nach dem Slow-Food-Konzept ist Essen, das die Sinne anregt. Das bedeutet, Gerichte, die ohne Geschmacksverstärker etc. auskommen.

Sauber: Gutes Essen ist auf natürlichem Wege produziert worden. Dabei werden die Eigenschaften der Lebensmittel respektiert und diese so frisch wie möglich verarbeitet. Dazu gehören auch eine nachhaltige Produktion und ein respektvoller Umgang mit der Natur.

Fair: Fairness bezieht sich auf soziale Gerechtigkeit, also gerechter Bezahlung von allen Beteiligten und auch die Beendigung von Abhängigkeiten der Untersten der Produktionskette, gerade in Dritte-Welt und Schwellenländern.

Warum also die persönlichen Vorteile einer langsamen Ernährung nicht mit den Prinzipien der Slow-Food-Bewegung verbinden? Lade doch Deine Freunde ein zu einem handy- und musiklosen Schlemmermahl! Oder buche  einen schönen Tisch in einem Restaurant der Slow-Food-Bewegung in Deiner Nähe (Adressen findest Du auf der Slow-Food-Webseite)!

Achtsame und gesunde Ernährung liegt uns bei livinflow am Herzen. Erfahre hier mehr.

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