Synergie – mehr als die Summe ihrer Teile

0
Synergieeffekt

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, sagte Aristoteles und hat damit schon eine gute Definition für den Begriff Synergie geliefert. Diesen Begriff kennt man am ehesten aus der Wirtschaft, doch Aristoteles‘ Konzept lässt sich auf viele Bereiche anwenden und auf vielerlei Weisen beeinflussen Synergien unser tägliches Leben.

Ein paar Definitionen

Das Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen und Kräften wird als Synergie bezeichnet. Die Erforschung dieser Prozesse und Effekte wiederum nennt man Synergetik. Sie wird als Lehre vom Zusammenwirken von Elementen gleich welcher Art, die innerhalb eines komplexen Systems miteinander in Wechselwirkung treten, definiert.

Wichtig dabei ist der universelle Aspekt. So beschäftigt sich die Synergetik mit Phänomenen, die in naturwissenschaftlichen Studien vorkommen, aber auch mit psychologischen und soziologischen Thematiken.

Synergien in der Biologie

Gerade in den Bereichen Biologie, Chemie, Medizin und Pharmakologie sind viele Synergien entdeckt worden. Hier ein paar Beispiele:

Beispiel Evolution

Schon in der gesamten Entwicklung der Lebewesen wird deutlich, wie Synergien genutzt werden. Einzeller wurden zu Vielzellern und teilten sich verschiedene Funktionen auf, da das Überleben dann besser möglich war. Sehr häufig konnten sich in der evolutionären Entwicklung die Organismen besser durchsetzen, die aufgrund von Synergieeffekten überlebensfähiger waren und sich daher schneller und häufiger fortpflanzen konnten.

In der Wildnis ist es noch heute gut zu sehen, wie sich Tiere diese Synergien zunutze machen. Es kommt zu Rudel- und Herdenbildung, einerseits zum Schutz und andererseits zur Aufgabenteilung. Eine größere Effektivität führt zu besserer Ernährung und sichert das Überleben, und damit ist wiederum der Artenerhalt durch Fortpflanzung gewährleistet.

Beispiel Körper

Unser Körper besteht aus über 70 Billionen Zellen, die alle fein aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten. Eine riesige Produktionsstätte mit unzählbaren Helfern, Abstimmungsprozessen und optimierten Vorgängen. Das Ziel ist immer die Gesunderhaltung des Menschen zur Überlebenssicherung. In unserer Riesenfabrik Körper finden wir vielerlei Synergien; das Zusammenwirken verschiedener Hormone steuert alle Stoffwechselabläufe, die aufgenommenen Nährstoffe unterstützen sich gegenseitig, damit eine möglichst hohe Wirksamkeit entsteht.

Beispiel Sauerstoffversorgung

An dieser Stelle schauen wir auf die Sauerstoffversorgung, die eine der wichtigsten Grundlagen für ein gesundes Leben darstellt. Während fein gesteuerte Abläufe in der Lunge und den Bronchien die Sauerstoffaufnahme gewährleisten, sorgt das Herz mit einem ausgeklügelten Zwei-Kammern-System für den Sauerstofftransport zum Gehirn und allen Zielorganen. Sauerstoff wird für fast alle Zellen, Zellstoffwechsel und Stoffwechselprozesse benötigt. Damit auch eine ausreichende Menge transportiert werden kann, benötigen wir gesunde und viele rote Blutkörperchen. Diese brauchen wir für einen optimalen Wachstum und Transport sowie für eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Sind diese Nährstoffe ausreichend vorhanden, dann kann die Sauerstoffversorgung optimal ablaufen.

Unterstützen wir diese biologischen Synergieeffekte auch noch durch ausreichendes Trinken, genügend Entspannung, so dass die Nährstoffaufnahme im Darm optimiert wird und die Durchblutung gleichmäßig im ganzen Körper ist, dann haben wir schon jede Menge synergistischer Wirkungen. Kommt dann noch Sport und/oder Bewegung dazu und das noch an der frischen Luft, dann ist die Ausnutzung sämtlicher möglichen Synergieeffekte nicht mehr zu toppen.

Wir haben also durch das Zusammenwirken der Nährstoffe, die Zusammenarbeit der Organsysteme und den ganzheitlichen Lebensstil mit guter Ernährung, reichlich Bewegung und ausreichend Entspannung bereits Synergien verschiedenster Art genutzt.

Beispiel Verdauung

Ähnlich komplex ist die positive Wirkung einer gesunden Verdauung. Von außen ist es auch hier die optimale Nähstoffversorgung über gesundes Essen, die Bewegung zum Abbau von Säuren und zum Anregen der Verdauung sowie die Entspannung, die dafür sorgt, dass die Verdauungsprozesse nicht durch Stresshormone gebremst werden. Im Körper spielen Verdauungsenzyme bereits im Speichel der Mundhöhle, Verdauungssäfte aus Bauchspeicheldrüse und Gallenblase, die Magensäure, Millionen von Darmbakterien und viele andere hormonelle und stoffliche Wirkkaskaden eine Rolle bei der Optimierung dieses Prozesses unserer Verdauung. Also auch hier ein Zusammenwirken verschiedenster Einflüsse wo immer es möglich ist.

Nutzen wir diese Synergien und unterstützen wir Körper, Geist und Seele mit allem, was für ein Leben in Balance benötigt wird, so sorgen wir dafür, dass der Körper mit all seinen fein aufeinander abgestimmten Systemen perfekt funktioniert. Das wiederum bewirkt, dass wir uns voller Lebensenergie fühlen und motiviert, kraftvoll und leistungsfähig unser tägliches Leben meistern können.

Synergien in der Gemeinschaft

Auch in unserem Umfeld dürfen wir nach positiven Synergieeffekten Ausschau halten. In einer Gemeinschaft lebt es sich leichter. Das fängt bei Kleinkind- oder Stillgruppen an, in der junge Mütter und Eltern sich organisieren, so dass das Leben mit und auch neben den Kleinen gut verläuft. Fahrgemeinschaften, aber auch Treffen zu gemeinsamen Hobbys, zum Sport oder zum Feiern tragen dazu bei, dass Synergien entdeckt und die hilfreichen Auswirkungen genutzt werden.

Beispiel verschiedene Generationen

Ein gutes Beispiel ist hier die Zusammenführung von kleinen Kindern und älteren Menschen: die Kinder werden liebevoll betreut und die älter werdenden Menschen im positiven Sinne gefordert. Beide haben einen Nutzen aus der Synergie und auch die Eltern der Kinder dürfen aus diesem Synergieeffekt noch profitieren: Sie haben betreute Kinder und können sich dem Beruf, dem Leben als Paar oder den Hobbys widmen. Gemeinsamer Einsatz verstärkt Wirkung …

Beispiel Teambildung

Ein Arbeitsteam ist dann gut, wenn die Angestellten sich gegenseitig vertrauen, sich mitfühlend und respektvoll behandeln und sich gegenseitig motivieren und inspirieren. Aus dieser Synergie entsteht eine Energie, die für den Zusammenhalt und damit für eine gute Atmosphäre sorgt. Sie führt überdies dazu, dass die Beteiligten mehr leisten können, als wenn sie alleine arbeiten würden.

Aus diesen Beispielen wird deutlich, dass die Analyse einzelner Phänomene oft zu kurz greift. Eine ganzheitliche Betrachtung ist sinnvoller, da nur so die verschiedenen Zusammenhänge erkannt werden können. Man weiß heutzutage, dass die Mehrheit aller Rückenprobleme psychisch bedingt sind. Der Schmerz ist real, aber die Ursachen dafür komplex. Ein ganzheitlicher Ansatz sorgt neben der herkömmlichen Behandlung für eine optimale Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff. Er fördert den Muskelaufbau, die richtige Haltung und die Beweglichkeit. Entspannung und der Abbau von emotionalen Belastungen sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. So werden die Synergieeffekte genutzt, um eine langfristige Besserung der Beschwerden zu erzielen.

Von der Zelle bis zu Menschengruppen, alles hat einen Einfluss auf uns und unser Empfinden. Dessen sollten wir uns bewusst sein. Eine Balance dieser verschiedenen Kräfte und Einflüsse ist das Ziel. Mit seinem Programm, das sich auf die Säulen Ernährung, Bewegung, Achtsamkeit und Persönlichkeitsentwicklung stützt, ist genau das auch das Ziel von livinflow: Dir die Mittel an die Hand zu geben, mit denen Du Deine Balance von der Zelle bis zum sozialen Umfeld finden kannst. Schau es Dir an!

Kommentieren Sie den Artikel

Geben Sie bitte Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein