Was wir von Kindern lernen können

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inneres Kind

Guten Morgen!

Es ist 6:30 Uhr in der Früh. Komisch, ich bin bereits hellwach und ausgeschlafen. Dabei hat der Wecker noch nicht einmal geklingelt. Doch mich hält nichts mehr im Bett, ich will raus und die Welt erkunden. Ich freue mich einfach auf alles, was heute kommen mag! Ich springe förmlich aus dem Bett und begebe mich laut singend ins Bad.

Plitsch platsch

Eine halbe Stunde später befinde ich mich auf dem Weg zur Arbeit. Ich schaue nach oben. Dort, wo eben noch die Sonne zu sehen war, befindet sich nun eine fette dunkle Wolke. Es fängt an zu nieseln und zwei Minuten später regnet es in Strömen. Wow, was für tolle Pfützen sich vor mir auftun! Lachend springe ich mit beiden Füßen hinein.

Mir kommt ein Mann mit seinem Dackel entgegen; kopfschüttelnd und stirnrunzelnd schaut er mich an. Ich winke fröhlich zurück. Mir ist es so ziemlich schnuppe, was irgendjemand über mich denken könnte. Und mir ist es egal, dass sich nun auf meiner neuen rosafarbenen Jogginghose ein riesiger Matschfleck befindet.

Glanz und Glitzer

Auf der Arbeit angekommen, bestaune ich erst einmal unsere riesige Eingangshalle und deren gigantischen Kronleuchter. Toll, wie der funkelt und glitzert!

Kurze Zeit später komme ich an meinem Schreibtisch an. Mir ist vorher noch nie aufgefallen, wie kahl und leer die Wand dahinter aussieht. Zeit, das zu ändern, denke ich mir, schnappe mir Papier und neonfarbene Marker und fabriziere ein wunderbar buntes Einhornbild. Eventuell besorge ich mir später noch Glitzerstifte, um das Ganze zu perfektionieren.

Meine Lieblingskollegin schaut mich etwas merkwürdig an und fragt: „Na, bist du verliebt? Oder hast du im Lotto gewonnen? Irgendetwas ist anders als sonst.“ Als ich sie strahlend und mit großen Augen anschaue, legt sie nach: „Und außerdem, was hast du da eigentlich an?“ Ich schaue an mir herunter, sehe meine rosafarbene Jogginghose und mein altes, leicht verblichenes „The Doors“-Shirt und denke mir nur: Ist doch alles super. Bequem und genau das richtige Outfit für diesen Tag!

Hmmmm, toll

12 Uhr. Mittagessen. Endlich. Ich bin richtig ausgehungert. Ich schaufele mir den Teller voll mit Pommes und Schnitzel, dazu richtig viel Soße. Obendrauf noch einen Muffin und leckeren Schokopudding als Dessert. Heute mal kein Wasser, sondern Limonade!

Meine Kollegen schauen mich entgeistert an und fragen mich, ob ich schwanger oder verkatert bin. Nein, bin ich nicht, sondern ich habe einfach Lust darauf. Kalorien- oder sonstige Gesundheitsfanatiker können mir heute wirklich gestohlen bleiben!

Ich lausche versonnen den Urlaubserzählungen meiner Kollegin Laura. Es ist aber auch so was von spannend, was sie da auf Ibiza erlebt hat. Der Wahnsinn! Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Am anderen Tisch sehe ich die Sekretärin der Geschäftsführung. Ich fand sie schon immer total sympathisch – ihr ausgefallener Stil und diese Wahnsinns-Ausstrahlung! Ich winke ihr zu und hoffe, dass wir bald Freundinnen werden.

Immer raus damit

Am späten Nachmittag lasse ich meinen Kopf erstmal auf die Tastatur fallen. Ich bin einfach nur müde und möchte ganz kurz ein Nickerchen halten. Zehn Minuten später werde ich unsanft von meinem Kollegen aus der Buchhaltung geweckt, der mir zuzischt, dass ich gefälligst nicht so laut schnarchen soll.

Ich gähne erstmal lautstark und sage ihm dann ganz laut und deutlich, was ich von ihm denke. Nämlich, dass er nicht mehr alle Latten am Zaun hat und mir schon lange gehörig auf den Zeiger geht. Er schaut mich völlig perplex und mit offenem Mund an. Dann dreht er sich um und geht. Ich zucke mit den Schultern und widme mich wieder meiner Aufgabe.

Kuschelzeit

Nach einem langen Arbeitstag komme ich nach Hause und werfe mich erstmal auf die Couch. Eigentlich müsste ich um 18 Uhr im Biergarten sein, aber ich habe darauf gar keine Lust mehr. Also sage ich einfach kurzfristig ab, mache mir was Leckeres zu essen, kuschele mich ins Bett und mache es mir mit einem Buch, das ich schon seit Langem lesen wollte, gemütlich.
Ohne Sorgen an Morgen gleite ich schließlich sanft in einen tiefen Schlaf…

Wenn, ja wenn …

So oder so ähnlich könnte mein Tag aussehen, wäre ich noch ein Kind. Leider ist diese Zeit vorbei. Um ehrlich zu sein, schon ziemlich lange. Doch können wir uns nicht eine Scheibe davon abschneiden und zumindest in gewissen Situationen das Kind in uns hervorholen?

  • Wir würden uns nicht so viele Gedanken und Sorgen um die Vergangenheit oder die Zukunft machen. Kinder leben im Hier und Jetzt und sind wahre Meister darin, den Moment zu genießen. Sie müssen Achtsamkeit nicht erst erlernen, nein, sie widmen sich einer Aufgabe und vergessen dabei Zeit und Raum.
  • Wir würden täglich voller Neugier und guter Erwartungen in den Tag starten!
  • Wir würden uns keine Gedanken um unser Aussehen machen, sondern einfach zufrieden mit uns sein.
  • Wir würden das Essen zu uns nehmen, auf das wir Lust haben, ohne uns um irgendwelche Kalorien zu sorgen!
  • Wir würden uns bewegen, weil wir Spaß daran hätten, und uns nicht im Fitnessstudio abstrampeln, weil das jeder macht und wir vor anderen Leuten eine gute Figur abgeben wollen.
  • Wir würden das anziehen, was uns gefällt und nicht das was andere von uns erwarten!
  • Wir würden ehrlich sein. Vor allem ehrlich zu uns selbst. Wenn wir keine Lust oder einfach keinen Spaß an einer Sache haben, dann würden wir es einfach nicht tun. Punkt. Auch wenn wir eventuell andere damit vor den Kopf stießen.
  • Wir würden auf Konventionen pfeifen und einfach singend und tanzend durch die Straße laufen, wenn uns danach wäre. Uns wäre es so ziemlich egal, was andere von uns denken könnten.
  • Wir wären ungehemmter und mit weniger Vorurteilen behaftet und würden spielend leicht neue Kontakte knüpfen.
  • Wir würden nicht nach dem Sinn des Lebens suchen, wir würden einfach leben!
  • Wir wären mutiger und furchtloser. Wir hätten ja noch keine Ahnung davon, was alles schiefgehen könnte! Wir tun es einfach und sehen dann, was passiert.
  • Wir könnten besser zuhören, alles wäre für uns neu und spannend. Die Dinge, die Menschen uns erzählen würden, wären einfach nur hochinteressant und aufregend. So wie die Märchen der Gebrüder Grimm.
  • Wir wären besser im Verzeihen und würden das zeigen, was wir tatsächlich fühlen. Wenn wir sauer wären, wären wir sauer, dafür könnte dies 5 Minuten später schon wieder ins Gegenteil umschlagen. Vorher noch mit dem Partner wegen etwas Banalem gestritten, kurze Zeit später Arm in Arm liegend auf dem Sofa.
  • Wir würden die kleinen Dinge des Lebens schätzen und uns daran erfreuen. Nicht die teure Handtasche (ok, abgesehen von einer Hermès) bringt unser Herz zum Hüpfen, sondern der Regenbogen, der so schön bunt ist.
  • Wir würden mehr lachen! Kinder lachen tatsächlich rund 400-mal am Tag! Erwachsene heben in derselben Zeit übrigens nur durchschnittlich 15-mal die Mundwinkel.
  • Wir würden auch einfach mal nichts tun. Einfach nichts! Das kann ziemlich erfüllend sein. Und ziemlich glücklich machen!

Also, lasse das Kind in Dir raus! Zumindest ab und zu. Genieße das Leben! Und mache einfach mal das, worauf Du Lust hast!

Wir von livinflow finden es wichtig, dass Du auch Deine „kindlichen“ Anteile wieder auslebst, weil sie ein Teil von Dir sind und Dich in die Authentizität und damit zu einem glücklicheren Leben führen. Unsere Coachings und Meditationen führen Dich wieder zu Dir selbst zurück. Mit unseren Fitnessvideos kannst Du die kindliche Freude an Bewegung wiederentdecken. Erfahre hier mehr über unser Programm. Beginne Dein Abenteuer jetzt!

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