Wechseljahre – Was Hormone mit uns machen

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Hormone bestimmen einen großen Teil unseres Lebens, unseres Handelns und unserer Emotionen. Vom ersten Verliebtsein bis zu den Stimmungsschwankungen der Wechseljahre, von knackigen Körpern, jugendlicher Gesundheit bis zu den Zeichen des Alters – sie mischen überall mit, diese fein gesteuerten Zyklen der weiblichen und männlichen Hormone.

Hormonzyklen

In der Pubertät startet der Zyklus, der uns zu gebärfähigen Frauen macht. Von da an steigt in der ersten Zyklushälfte der Östrogenspiegel und die Produktion von Progesteron nimmt nach dem Eisprung zu. Gesteuert wird all dies durch übergeordnete Hormonzentren, den Hypothalamus und die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Von der Geschlechtsreife bis zur Menopause werden im Durchschnitt 400.000 entwicklungsfähige Eizellen verbraucht. Geht der Vorrat zu Ende, werden weniger Hormone benötigt. Die Wechseljahre kündigen sich an. Dies geschieht zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr – eine weite Spanne also. Dadurch, dass immer weniger Eizellen heranreifen, wird der hormonelle Regelkreis verändert. Eisprünge bleiben immer häufiger aus, die vom Gelbkörperhormon (Progesteron) gesteuerte zweite Zyklusphase ebbt ab.

Anfang und Ende der Wechseljahre

Zunächst kommt es im ersten Teil der Wechseljahre (Perimenopause) zu einer Östrogendominanz, d.h. der Körper versucht, nochmals die Eireifung und Östrogenproduktion anzukurbeln. Hier entstehen dann die ersten Beschwerden, die bewusst als Wechseljahrbeschwerden wahrgenommen werden. Spannungsgefühle in der Brust, verstärkte Regelblutung, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen werden am häufigsten genannt. Wenn über die Dauer eines Jahres keine Menstruationsblutung erfolgt ist, ist die Menopause erreicht, das heißt die Eierstöcke haben die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone ganz eingestellt.

Hormonelle Schwankungen

Dazwischen liegt eine Zeit – oft bis zu fünf Jahre- die von hormonellen Schwankungen geprägt ist. 30% der Frauen kommen ohne größere Beschwerden durch diese Zeit. Weitere 30 % dagegen sind sehr belastet und brauchen verschiedenste Arten von Unterstützung. Hier benötigt es einen professionellen Blick, um die richtige Therapieform zu bestimmen. Ganz individuell sollte hier vom Therapeuten Deines Vertrauens entschieden werden, ob eine vorübergehende Gabe von Hormonen oder Hormonvorstufen, eine psychische Unterstützung oder naturheilkundliche und komplementärmedizinische Maßnahmen am wirkungsvollsten sind. Oft sind es Kombinationen daraus, die das Wohlbefinden in dieser Lebensphase am stärksten steigern. Und dann gibt es hier noch die Frauen, die entweder nur periodisch in bestimmten Abschnitten ihrer Wechseljahre oder generell nur leichte Beschwerden wahrnehmen. Sie schaffen es oft mit kleinen Episoden der Unterstützung durch diese spannende Zeit.

Ausprägungen der Wechseljahre

Typische Ausprägungen der Wechseljahre und somit in aller Munde sind Schweißausbrüche und Hitzewallungen, Zwischenblutungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit und Nervosität. Diese Symptome sind eigentlich selbsterklärend, denn Östrogen ist als stimmungsaufhellend und Progesteron eher als ausgleichend und beruhigend bekannt. Und beide Hormone werden ja immer weniger produziert.

Gewichtsregulation

Auch die Gewichtsregulation ist immer wieder ein Thema, insbesondere nach der Menopause einhergehend mit einer veränderten Körpersilhouette. Hier hilft neben einer gesunden, leichten Ernährung, dem Muskelabbau aktiv entgegenzuwirken, denn ein muskulöser Körper hat eine deutlich höhere Stoffwechselaktivität. Ausreichend Bewegung macht einen großen Unterschied – körperlich und auch seelisch. Ganz besonders wichtig in dieser Zeit ist es, sich ein abwechslungsreiches Sport- und Bewegungsprogramm zu gestalten, Spaß ist ein wichtiger Faktor, aber auch ein Wechsel zwischen Belastung (Kraftsport, Joggen, Seilspringen) und ausdauernder Bewegung (Schwimmen, Radfahren, lange Spaziergänge).

Hormone in Wechseljahren

Schleimhaut und Immunsystem

Ein weiteres Symptom der Wechseljahre ist die Rückbildung der Schleimhäute unseres Körpers. Bekannt ist dies durch die Trockenheit der Scheide, die den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen kann. Aber auch alle anderen Schleimhäute sind betroffen. So kommt es häufiger zu trockenen Augen und trockener Nasenschleimhaut. Weniger direkt spürbar ist die Veränderung der Schleimhaut in den Bronchien, in der Blase und im Magen-Darm-Trakt. Unsere Schleimhäute leisten einen immensen Beitrag zu unserer Immunabwehr, denn sie helfen, aggressive Eindringlinge wie Viren, Bakterien, Parasiten etc. abzuwehren. 80% der Abwehrzellen sind in den Schleimhäuten aktiv. Unser Immunsystem bedarf also gerade in den Wechseljahren besonderer Pflege mit vitalstoffreicher Ernährung, regelmäßigen Bewegungseinheiten an der frischen Luft und ausreichend Entspannung.

Konzentrationsstörungen

60% der Frauen in den Wechseljahren klagen über Konzentrationsstörungen und nachlassende Merkfähigkeit. Bestimmte Hirnregionen scheinen vom Östrogenmangel beeinträchtigt zu werden. Das steht allerdings nicht im Zusammenhang mit krankhaften Veränderungen im Gehirn wie Demenz und deren häufigster Form, der Alzheimer-Erkrankung. Hormonell bedingte Schlafstörungen haben hier z. B. auch einen Einfluss, da durch Schlafentzug die Leistungsfähigkeit insbesondere des Gehirns beeinträchtigt wird. Viel Bewegung an der frischen Luft und eine Aktivierung unserer Gehirnareale durch verschiedene Arten von Beanspruchung wie Gehirnjogging oder Meditation können hier einen großen Unterschied machen.

Gelenk- und Muskelschmerzen

Durch eine verminderte Durchblutung von Muskeln und Gelenken, bedingt durch den Östrogenabfall, können vermehrt Schmerzen in diesen Bereichen auftreten. Eine gewisse Steifigkeit und Unbeweglichkeit sind die Folge. Auch hier hilft die Zufuhr der richtigen Nährstoffe, eine gesunde Ernährung und die richtige Bewegung, die den Muskelabbau, der bei der Frau schon ab dem 35. Lebensjahr einsetzt, aufhalten kann. Endorphine, Botenstoffe mit schmerzregulierender Wirkung, werden bei abfallendem Östrogenspiegel ebenfalls weniger produziert. Dies trägt auch zu einem erhöhten Schmerzempfinden bei.

Osteoporose

Eine schwerwiegende Erscheinung bedingt durch den Östrogenabfall ist die Osteoporose, Knochenbrüchigkeit. Der tägliche Auf- und Umbau der Knochensubstanz ist beeinträchtigt. 30% der Frauen nach der Menopause leiden an Osteoporose. Das kann Auswirkungen auf die Körpergröße, die Form der Wirbelsäule und die Knochenbruch-Häufigkeit haben.
Auch hier gilt es, die Einlagerung von Calcium in den Knochen zu unterstützen durch calciumhaltige Nahrung, die Aufnahme von Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren und Bewegung, die mit Belastung verbunden ist wie Joggen, Seilspringen und Kraftsport. Dadurch wird der Einbau von Mineralstoffen in den Knochen gefördert.

Depressive Verstimmung, Reizbarkeit und Nervosität

Gemütslabilität mit Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit sind weitere Symptome, die in engem Zusammenhang mit Schlafmangel stehen können, aber auch ohne Schlafmangel vermehrt auftreten. Viele Frauen unterliegen einer ausgeprägten Gemütslabilität mit Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Auftretende Angstzustände und tiefere Depressionen gehören immer in professionelle Hände. Neben den Hormonen haben hier die Lebensumstände einen großen Einfluss. Auch hier gilt es, die Weichen zu stellen, um das Abenteuer des Älterwerdens auch genießen zu können.

Andropause

Männer und Wechseljahre?

Auch hier fallen Hormone ab, die Kräfte lassen nach und der Körper zeigt deutliche Spuren des Lebens. Antriebslosigkeit, eine geringere Leistungsfähigkeit, größere Emotionalität und das Gefühl der Überforderung sind Symptome der Wechseljahre beim Mann. Auch hier spielen die äußeren Lebensumstände und der eigene Lebensstil eine große Rolle und bergen eine große Chance, durch ein paar Veränderungen die Lebensqualität wieder deutlich zu erhöhen.

Du steckst mitten in den Wechseljahren und fühlst Dich überreizt? Das livinflow-Programm bietet Dir viele Möglichkeiten, wieder zu Dir und Deiner Ruhe zu finden. So kannst Du bei einer schönen, entspannenden Meditation einfach mal die Seele baumeln lassen. Unser Nahrungsergänzungsmittel Celligence 7 in 2 (mit Omega 3, Q10, Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure und Vitamin E) bringt darüber hinaus Deinen Nährstoffpegel wieder ins Gleichgewicht und tut Deinen Knochen gut.

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