Widerstände beim Meditieren auflösen

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Meditation

Meditieren kann gesünder machen, den Blutdruck senken, die Schlafqualität verbessern, beim Abnehmen helfen, die Neuroplastizität des Gehirns verändern … Es gibt so viele gute Gründe zu meditieren, die inzwischen auch noch vielfach wissenschaftlich bestätigt sind.
Es gibt nur einen Haken: man muss es auch wirklich tun! Was hält uns trotzdem oftmals ab uns hinzusetzen und zu starten? Hier erfährst Du einiges über die Stolpersteine und auch, wie man mit ihnen umgehen kann!

Kennst Du das auch? Du bist bester Dinge und hast eigentlich den festen Willen, doch endlich mit dem Meditieren zu starten. Gute Gründe gibt es genug dafür. Du setzt Dich hin, findest einfach nicht die richtige Position, Dein Rücken beginnt zu schmerzen oder Deine Füße tun weh.
Oder Du denkst, dass Du etwas falsch machst, denn statt Stille in Deinem Geist überfluten Dich Gedanken. Vielleicht hast Du es auch schon ausprobiert, hast Dich hingesetzt, und es war nur langweilig für Dich?

Auf dem Weg die Meditation zu entdecken gibt es viele Stolpersteine, vor denen auch geübte Meditierende nicht gefeit sind. Wir zeigen Dir hier, worauf Du achten musst, wenn die Wege schwer zu begehen sind, oder Du auf dem Weg ganz ins Stocken gerätst.

Am Anfang des Weges

Stolperstein Welche Methode passt für mich?

Achtsamkeitsmeditation, Geh-Meditation, Schüttel- oder Tanzmeditation. Es gibt viele Formen, welche passt denn nun für mich? Probiere doch zunächst einige unterschiedliche Methoden aus, jeden Tag eine andere oder besuche einen Einführungskurs. Die Übung, die Dir am besten gefällt, machst Du dann für mehrere Wochen jeweils für 5-20 Minuten. Danach kannst Du Dich immer noch entscheiden, die Methode zu wechseln. Wichtig ist Deine Bereitschaft, Fragen zu stellen und Dir – manchmal auf anderen Wegen – beschreiben zu lassen, was die jeweilige Methode bezweckt und was wichtig ist. Sorge dafür, dass Du die Methoden verstehst.

Stolperstein Sitzen

Wenn Du die Sitzmeditation gewählt hast, liegt die erste Schwierigkeit im richtigen Sitzen. Viele Menschen brechen häufig die Übung ab, wenn sie beim Sitzen Schmerzen verspüren. Um Dir hier gleich den Druck zu nehmen: Du musst nicht auf dem Boden sitzen. Du kannst auch auf einem Stuhl, auf Deiner Couch oder einem Kissen meditieren. Nimm Dir Sitzhilfen, die es Dir erleichtern, aufrecht zu sitzen. Es darf bequem sein, nur nicht so bequem, dass Du Gefahr läufst einzuschlafen!

Stolperstein Stille

Kennst Du das auch: Du setzt Dich zur Meditation und schon nach wenigen Atemzügen bist Du irgendwo anders mit Deinen Gedanken? Von wegen Stille! Die Gedanken springen wie Affen wild umher, sind bei den Dingen des Tages oder Erlebnissen, Sorgen, Anlässen, die uns ärgern.
Der Geist leert sich nicht und die Gedanken hören nicht auf. Durch Meditation kannst Du allerdings den Geist und die Gedanken verlangsamen. Sie bemerken und beobachten – das ist Einsicht! Und so können wir für kurze Momente ganz mit dem Herzen bei der Sache, beim Atem oder bei den Körperempfindungen bleiben.

Auf dem Weg

Stolperstein Leistungsdruck

Ok, Du hast die richtige Methode, die richtige Zeit, den richtigen Platz gefunden und schon konsequent einige Wochen meditiert. Wann passiert denn nun endlich was? Wann lassen sich denn nun die vielen guten Wirkungen im Körper wahrnehmen? Geht man an Meditation mit der Sichtweise Input = Output heran, sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Meditation als zweckfreies Dasein ist in unserer Kultur mitunter eine Herausforderung. Bei der Meditation zählt keine Leistung, sondern da-sein!

Tipp:
Nähere Dich der Meditation mit einer erwachsenen Perspektive: sei neugierig und auch mutig, neue Wege zu gehen, und lass Dir Zeit.
Frage Dich, warum Du meditierst: Entspannung, abschalten, Distanz zum Alltag, Selbstakzeptanz, mehr Lebendigkeit, bessere Beziehungen, mehr Energie, Wohlfühlen, angenehme Gefühle, Veränderungen im Gehirn, Stress-Prophylaxe, Resilienz, Einsicht in schädliche Muster und sich davon nach und nach befreien …

Stolperstein Müdigkeit und Trägheit

Kaum setzt Du Dich zur Meditation, da überfällt Dich Müdigkeit oder Trägheit? Manchmal bemerkt man erst, wenn man zur Ruhe kommt und innehält, was wir im Trubel des Alltags ignorieren, zum Beispiel Erschöpfung oder Körperspannungen. Die Frage ist, solltest Du hier eine dynamische Meditationsform wählen oder zeigt Dir Deine Körperreaktion auf, dass Du zu viel machst? Zum einen braucht es die Bereitschaft, auch unangenehme Gefühle in Kauf zu nehmen. Zum anderen ist es an der Zeit, gut für sich zu sorgen. Vielleicht hältst Du Dir bewusst einen Abend in der Woche frei oder ein Wochenende im Monat, in dem Du nichts geplant hast, Dich von äußeren Zwängen befreist. Dies deckt oftmals die inneren Zwänge auf, die Einstellungen und den Lebensstil. Was davon möchtest Du behalten, was ändern?

Stolperstein Erfahrungen mit Dir selbst

In der Meditation bekommst Du eine intensive Verbindung zu Deiner Innenwelt. Stille und Konzentration wirken wie ein Spiegel. So erkennst Du manchmal Muster, Themen und Gefühle, die Dich aufschrecken lassen. Manche Spiegelung kann schwer erträglich sein. Wir begegnen auch unseren Schattenthemen – die wir vor uns selbst verstecken wollen. Wenn Dich Meditation in eine Krise bringt und körperliche Symptome hervorruft, solltest Du Dir Hilfe holen. Die Bewältigung dieser Krisen sind wertvolle Schritte in der Entwicklung Deiner Persönlichkeit.

Stolperstein Flucht vor dem Alltag

Meditation bietet eine reiche Erfahrungswelt. Manche Menschen beginnen, sich in Meditation zu flüchten. Wenn die Anstrengungen und Schwierigkeiten des Alltags auftauchen, tauchen sie ab. Meditation bekommt ein Übergewicht und wird Fluchtpunkt vor der Welt. Hier sei achtsam. Meditation hilft Dir, im Alltag zu bestehen und den Herausforderungen einer verantwortlichen Lebensführung gewachsen zu sein.

Es geht bei der Meditation darum, mit der Zeit so stabil zu werden, dass wir uns in jeder Verfassung aushalten können und dass wir bereit sind, unsere Erfahrungen anzunehmen und das Beste daraus zu machen.

Und nun – gehe Deinen Weg – es ist uns wirklich eine Freude, Dich bei livinflow mit vielen geführten Meditationen zu begleiten. Weil wir GEMEINSAM auf dem Weg sind!

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Corinna Michels
Corinna Michels, 52 Jahre, ist von Kindesbeinen an als Kunstturnerin und später als Volleyballerin sportlich aktiv. Mit dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Sportwissenschaften konnte sie ihre Leidenschaft mit dem Beruf verbinden. Die Bewegungsexpertin, Yogalehrerin und Buchautorin hat zahlreiche Ausbilderqualifikationen erworben: unter anderem DTB GroupFitness Advanced, DTB Pilates, Faszien- und SLASHPIPE-Training und Diplom Stretching. Bei livinflow lässt die Expertin ihre ganze Begeisterung und ihr langjähriges Know-how als Psychodynamische Körpertherapeutin, Yogalehrerin und Bewegungsexpertin in die verschiedenen ganzheitlichen Programme einfließen.

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