Bauch trifft Gefühl – Wie sich Deine Ernährung auf Deine Stimmung auswirkt

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Nahrung Depression

Fühlt man sich mies, greift man zu Chips oder Schokolade – wer kennt das nicht. Und wir alle wissen, dass das ungesund ist. Hast Du Dich aber schon mal gefragt, was das Huhn ist und was das Ei? Isst Du etwas Bestimmtes, weil es Dir schlecht geht oder geht es Dir schlecht, weil Du etwas Bestimmtes isst?

Die meisten von uns wissen natürlich, dass eine Verbindung zwischen dem, was wir essen und unserer körperlichen Gesundheit besteht. Aber die Verknüpfung zwischen dem, was wir essen und wie es sich auf unsere Stimmung, Energie, unsere Gedanken und unseren Schlaf auswirkt, ist viel wesentlicher als wir dachten.

Männer und Frauen sind unterschiedlich stark betroffen

Dies ist, laut einer aktuellen Studie der Binghamton University allerdings eher bei Frauen der Fall als bei Männern. Auf sozialen Netzwerken wurden Männer und Frauen anonym nach ihren Essgewohnheiten und ihrer emotionalen Verfassung gefragt. Das Forscherteam fand dabei heraus, dass Männer, die sich schlecht ernährten, sich noch viel länger gut fühlten als Frauen mit einer ähnlichen Ernährung. Das lässt den Schluss zu, dass Frauen eher auf eine ausbalancierte Ernährung angewiesen sind, um sich gut zu fühlen. Darin mag auch einer der Gründe liegen, warum Frauen doppelt so häufig von Angststörungen und Depressionen betroffen sind als Männer.

Die Verbindung zwischen Hirn und Bauch

„Aber wie kann das sein?“, mag sich einer denken. „Gehirn und Darm sind doch himmelweit voneinander entfernt.“ Das stimmt, aber sie sind durch den Vagusnerv eng miteinander verbunden, wie Dr. Uma Naidoo der Harvard Medical School betont. Der Vagus ist der wichtigste Nerv des Parasympathicus, der im Unterschied zu den anderen Hirnnerven bis in den Bauchraum verläuft und mit dem Darm verbunden ist. Wichtig zu wissen ist auch, dass sich 90 % aller Serotoninrezeptoren im Darm befinden (Serotonin ist eines der „Glückshormone“). Durch diese Verbindung ist auch zu erklären weshalb die häufigsten Nebenwirkungen von Antidepressiva (die die Anwesenheit von Serotonin im Körper erhöhen) auch den Darmbereich betreffen (z.B. Durchfall auslösen).
Mit anderen Worten, durch die Verbindung zwischen Hirn und Darm gibt es auch eine eindeutige Verbindung zwischen Ernährung und Stimmung.

Der Vagusnerv

Lebensmittel, die Deine Stimmung negativ beeinflussen

Verarbeitete Nahrungsmittel und erst recht Junk Food machen müde. Warum? Stark weißmehl- und zuckerhaltige Lebensmittel lassen nach einem kurzen Hoch die Stimmung ins Bodenlose sinken. Ob Donuts, Kekse, Cupcakes oder andere Törtchen, sie führen zu Stimmungsschwankungen, und das ist anstrengend.

Forscher an den Universitäten von Las Palmas de Gran Canaria und Granada fanden kürzlich heraus, dass Depressionen durch den Verzehr von Transfetten ausgelöst werden können. Transfette sind Fette, die u.a. in Chips, Fertiggerichten und Frittiertem zu finden sind. In der Studie hatten diejenigen Probanden, die viele Transfette zu sich nahmen, eine zu 51 % höhere Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken. Mit dieser Studie ist unseres Wissens nach zum ersten Mal eine nachweisbare Verbindung zwischen Ernährung und Depressionen hergestellt worden.

Lebensmittel, die Deine Stimmung positiv beeinflussen

Zuallererst wäre da einmal: Wasser. Ja genau, Wasser. Wir trinken nämlich in der Regel zu wenig. Und das wirkt sich auch auf unsere Stimmung aus. Genauso wichtig ist Vitamin C, das in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten ist. Neben allen anderen gesundheitlichen Aspekten stärkt es auch das Selbstvertrauen. Insgesamt ist natürlich eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und so wenig Fleisch wie möglich das A und O.

Hier noch ein paar weitere Tipps, wie Du mit dem, was Du isst, bestimmte Stimmungen erzeugen kannst:

Gute Laune:
Unser Körper braucht Kohlenhydrate zur Serotoninproduktion. Wer komplett auf Kohlenhydrate verzichtet, fühlt sich Studien zufolge eher müde und frustriert. Wichtig dabei ist die Unterscheidung zwischen einfachen und komplexen Kohlehydraten. Einfache sollte man in der Tat vermeiden (Weißbrot, Kuchen, Kekse etc.), da sie schnell verdaut werden und eine hohe Insulinausschüttung zur Folge haben. Komplexe Kohlenhydrate sind jedoch wichtig und machen glücklich. Serotonin wirkt darüber hinaus auch als Appetitzügler.
Also, für Sättigung und gute Laune:

  • Süßkartoffeln
  • Hülsenfrüchte
  • Quinoa
  • Haferflocken
  • Naturreis
  • Vollkorngetreide

Omega-3-Fettsäuren haben viele Vorteile, aber einer ist in diesem Artikel ganz klar hervorzuheben: Sie sind das natürliche Antidepressivum schlechthin! Auch für Vegetarier ist es kein Problem, die Aufnahme von Omega 3 aufzustocken, zum Beispiel mit:

  • Walnüssen
  • Erdnussbutter
  • Rapsöl
  • Leinsamen.

Auch die stimmungsaufhellende Funktion von Folsäure sollte nicht unterschätzt werden. Sie ist u.a. in

  • grünem Gemüse
  • Grapefruit
  • Nüssen
  • Spinat
  • und Sprossen enthalten.

Alternativ gibt es natürlich auch Omega-3-Fettsäuren und Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel, das OMEGA PLUS von livinflow enthät sogar beides. Hierdurch kann man einfach seinen Omega-3-Bedarf abdecken und so die stimmungsaufhellende Wirkung spüren.

Mehr Energie:
Erst einmal ist es wichtig, deinen Blutzucker so konstant wie möglich zu halten. Denn ein niedriger Blutzuckerspiegel macht müde. Das bedeutet: in regelmäßigen Abständen etwas essen.

Kraftlosigkeit lässt sich oft auf einen Eisenmangel zurückführen, der sich mit der Einnahme eisenhaltiger Nahrungsmittel beheben lässt. Zu diesen gehören:

  • Bohnen
  • getrocknete Früchte
  • Rote Beete
  • Artischocken
  • Eigelb

Probiere statt Kaffee doch mal Matcha-Tee aus. Der gibt Dir länger Energie als Kaffee und es folgt kein Absturz. Grüner Tee hat insgesamt den Vorteil, dass er deine Akkus auflädt und gleichzeitig durch die Aminosäure L-Theanin stressabbauend wirkt.

Mehr Konzentration:
Zu mehr Konzentration verhilft Dir u.a. Blattgrün (z. B. verschiedene Kohlsorten, Spinat) mit vielen Vitaminen und Antioxidantien.

Zur Steigerung der Aufnahme dieser Nährstoffe solltest Du gleichzeitig gesunde Fette (z. B. Erdnussbutter, Chia-, Hanf- oder Leinensamen oder Avocados) zu Dir nehmen. Überdies halten Fette den Blutzucker stabil, was eine der Voraussetzungen für eine gute Konzentration ist.

Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Nelken, Oregano, Rosmarin, Thymian oder Zimt regen die Gedächtnisleistung ebenfalls an.

Zum Entspannen:
Kirschen gehören zu den wenigen natürlichen Melatoninquellen. Melatonin wird auch als Schlafhormon bezeichnet. Magnesium wirkt ebenfalls entspannend. Es ist z. B. in dunklem Blattgemüse enthalten.

Auch das aus der traditionellen chinesischen Medizin bekannte Bacopa Monnieri gilt seit Jahrhunderten als natürliches Entspannungsmittel. Du findest es in ausgewählten Reformhäusern oder, in Kombination mit weiteren entspannenden Nährstoffen wie Passionsblume oder Melisse in RELAX von livinflow.

Du siehst, Du kannst auf einfache Weise viel für Deinen emotionalen Haushalt tun. Die Rezepte, die ein wichtiger Bestandteil unserer Programme sind, sind auf eine ausgewogene vegetarische Ernährung ausgerichtet und beinhalten so eine gute Mischung aus den oben vorgestellten Lebensmitteln und noch viel mehr wohltuenden Menüvorschlägen. Außerdem bieten wir Dir mit unseren BALANCE-Produkten ein echtes Kraft-Trio zur Stärkung Deiner Darmgesundheit.
Ganzheitlichkeit ist bei livinflow Programm, daher ist es uns ein Anliegen, Menschen über solche vielleicht überraschenden Verbindungen aufzuklären. Wenn Du eines unserer Programme buchst, wirst Du sehen, dass wir aus diesem Wissen heraus den Ansatz immer ganzheitlich gestalten und die Verbindungen zwischen Bewegung, Achtsamkeit, Ernährung und persönlicher Weiterentwicklung betonen. Da Ernährung die Grundlage für alles Weitere ist, spielen unsere hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel auch eine große Rolle. Sie bilden eines der fundamentalen Elemente zu der langen Reise zu Dir selbst. Hier erfährst Du mehr darüber.

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