Der Wohlfühl-Wunschzettel

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsstress … – eine persönliche Wohlfühl-Wunschliste

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Wohlfühlen

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsstress … – eine persönliche Wohlfühl-Wunschliste

Weihnachtszeit, o Weihnachtszeit …

Besinnlichkeit, Basteln und Singen, Kerzenlicht, Teetrinken und draußen eine dicke Schneedecke … Diese Bilder von Weihnachten tragen wir oft in uns. Doch die Realität sieht meist anders aus. Lass Dich von meiner persönlichen Wunschliste inspirieren und beschenke Dich selbst mit einem Weihnachtsfest zum Wohlfühlen.

Starten wir doch gleich mal mit den inneren Bildern, die jeder zum Thema Weihnachten in sich trägt. Was verbindest Du denn mit Weihnachten?

Für viele ist Weihnachten etwas Besinnliches. Es ist kalt, draußen liegt Schnee, die Landschaft, die uns umgibt, ist weiß, anmutig und still. Wir tragen Bilder in uns, wie wir als Kinder in der Strumpfhose zu Hause Geschenke selbst basteln und mit der Mama Weihnachtsplätzchen backen, wie wir „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Fernsehen anschauen dürfen, wie wir Weihnachtslieder singen und sich die hölzerne Weihnachtspyramide dabei gemächlich im Kerzenschein dreht.
Bilder, die durch Filme und die Werbung auch noch verstärkt werden. Wer das kennt, kann sich sofort in diese Stimmung einfühlen, es entsteht ein wohliges Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit. Doch stehen diese Bilder wirklich im Einklang mit unserem heutigen Erleben?

Arbeitsfrust statt Weihnachtslust

Volle Straßen, viele genervte Menschen – und auch beruflich ist das Jahresende oft eine Herausforderung. Im Jahresendspurt der Unternehmen gilt es, Rechnungsabschlüsse und auslaufende Projekte zu erledigen. Kurz: Bis Weihnachten muss alles abgewickelt sein. Aber muss es denn wirklich? Ist dieser Druck, der für viele doch sehr anstrengend ist, wirklich nötig? Schließlich wartet nach Weihnachten oft genauso viel Arbeit auf uns wie vor Weihnachten!

Mein erster Wunsch ist daher eher ein Appell. Es gibt Strategien, um die Arbeitslast besser auf ein ganzes Jahr zu verteilen oder Hochphasen wie die Jahresendzeit gezielt zu entspannen. Wende sie an: Du wirst merken, wie effektiv das für den Workflow, die Unternehmenskultur und das Wohlbefinden ist.

Mehr Gelassenheit für ein entspanntes Miteinander

Wer beruflich viel mit Menschen zu tun hat, bekommt die Anspannung und Unausgeglichenheit der anderen in der Vorweihnachtszeit oft direkt zu spüren.
Ich persönlich habe immer Hochachtung vor den Verkäuferinnen und Verkäufern, die mit Ruhe und einem netten Lächeln auch griesgrämige und eilige Weihnachtseinkäufer bedienen.

Mein zweiter Wunsch richtet sich deshalb an alle Weihnachtsshopping-Kunden: Wenn Ihr einkaufen geht, dann macht Euch bewusst, wie Ihr selbst behandelt werden möchtet. Genau so könnt Ihr dann den vielen netten Menschen begegnen, die Euch bedienen und Euch bei Euren Anliegen helfen. Habt etwas Geduld, zeigt Verständnis, schenkt ein Lächeln und nehmt Euch selbst nicht immer so wichtig. Dann wird Euer Leben leichter – und Ihr werdet somit glücklicher.

„Wer meint, Einkaufen mache nicht glücklich, war noch nie richtig shoppen!“

Dieser witzige Kartenspruch darf uns daran erinnern, worum es beim Einkaufen und Schenken eigentlich geht. Du kannst Dich selbst beschenken oder andere. Spüre doch mal in Dich hinein, was Dich glücklicher macht. Wie lange hält das Glücksgefühl an, wenn Du Dir etwas für Dich kaufst? Und wie lange hält es an, wenn Du etwas für andere kaufst? Woran ist denn dieses Gefühl gekoppelt?

Geschenke machen dann glücklich, wenn sie von Herzen kommen. Wie viele Menschen und Familien erleben ein Übermaß an Geschenken – sind sie deshalb wirklich glücklicher?

Mein dritter Wunsch: Schaue mit dem Herzen, was Du verschenken möchtest. Was brauchen Deine Liebsten wirklich? Vielleicht verschenkst Du einfach nur etwas Zeit. Mit Kindern oder Enkeln Geschenke basteln, ein gemütlicher Abend zu zweit oder ein gemeinsamer Ausflug, das sind wertvolle Momente. Oder Du verschenkst etwas, das zu Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt. Denn das sind Dinge, die sich manche Menschen im Alltag nur selten selbst gönnen. Überrasche sie doch mit einem Geschenk, das ihnen guttun wird und Veränderung und Freude in ihr Leben bringt.

Es muss nicht immer alles perfekt sein

Für viele Familien ist Weihnachten sehr anstrengend. Da wird geputzt, gekocht und vorbereitet – und häufig ist die Anspannung hoch, die Nerven liegen blank.
Vielleicht muss aber am Weihnachtsabend auch nicht alles so perfekt sein und Ihr organisiert das Drumherum einmal anders. Wer sagt denn, dass es ein aufwendiges Weihnachtsessen geben muss, für das einer den ganzen Abend in der Küche steht? Auch einfachere Leckereien machen glücklich, und Ihr könnt mehr von Eurer gemeinsamen Zeit genießen.

Hier kommen auch noch einmal die oben erwähnten inneren Bilder ins Spiel. Versuchen wir vielleicht zu sehr, dieses idealisierte Bild von Weihnachten wahr werden zu lassen? Frag doch mal Deine Eltern, wie sie damals Weihnachten empfunden haben. Du wirst erstaunt sein, dass es sich in der Regel nicht mit Deinen Erinnerungen decken wird.

Mein vierter Wunsch richtet sich an unsere Erinnerungen und Gefühle. Überlege doch einmal, welche Gefühle aus der Kindheit bei Dir tragen, wie zum Beispiel Geborgenheit, und welche Du auf Dein heutiges System überträgst. Passen diese Dinge zusammen? Und wenn ja, was kosten sie Dich in der Umsetzung?

Lass die gemeinsame Zeit nicht zum Brandbeschleuniger werden

Kommen wir jetzt zu meinem Lieblingsthema, das sicherlich vielen bekannt vorkommt. Nachdem die anstrengende Vorweihnachtszeit zu Ende ist und alle fix und fertig zur Ruhe kommen, hängt schon am ersten Weihnachtsfeiertag der Haussegen schief. Woher kommt das? Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum einen verbringt man im Alltag ja relativ wenig Zeit miteinander, und an den Feiertagen hockt man auf einmal den ganzen Tag zusammen. Die Anspannung der letzten Tage mit der darauf folgenden Ruhe bringt einen aus dem körperlichen und seelischen Gleichgewicht. Dazu kommen Verschiebungen von Schlafrhythmus und sportlicher Aktivität.

Mein fünfter Wunsch ist, etwas mehr darauf zu achten, was einem guttut. Auch an Weihnachten darf man sich mal Zeit für sich nehmen, Sport treiben oder allein einen Spaziergang machen. Das balanciert Geist und Seele aus.

Der Jahreszeitenrhythmus als Kraftgeber

Wir Menschen vergessen häufig, dass wir an unterschiedliche Rhythmen gekoppelt sind. Es gibt Mikro- und Makrozyklen, Tagesrhythmen und Jahreszeitenabhängigkeiten. Das Jahresende stellt körperlich und energetisch eher eine Zeit der Einkehr, der Ruhe und der Stille dar. Das bedeutet, dass wir allein durch unseren Beruf schon stark entgegen unseren Bedürfnissen leben. Eigentlich bräuchten wir am Jahresende das Gegenteil: es ruhiger angehen zu lassen, vielleicht etwas länger zu schlafen und etwas mehr Zeit für sich und andere zu haben.

Mein sechster Wunsch richtet sich daher an die Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Etwas mehr Gespür für sich selbst und das, was der Geist und der Körper gerade benötigen. Das wird Dir helfen, Deine Energien zu stärken und gesund und kraftvoll durch die Jahresendzeit zu kommen.

Ich hoffe, dass ich Dich inspirieren konnte, die Weihnachtszeit entspannter und kraftvoller zu gestalten. Wie sieht denn Deine Wunschliste für Weihnachten aus?

Dirks Wunschliste:

  • Arbeitsdruck vermindern
  • Ein entspannteres Miteinander im Alltag
  • Mit dem Herzen schenken
  • Auf die eigenen Gefühle achten
  • Das eigene Weihnachten entdecken
  • Besser auf sich achten

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QuelleDirk Pinnig, Experte für Coaching
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Dirk Pinnig
Seit 1996 berät Dirk Pinnig, Jahrgang 1968, Führungskräfte namhafter Unternehmen in Fragen der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Gesundheitsmanagements. Er erarbeitete sich den Ruf als Vorreiter für innovative und alltagstaugliche Maßnahmen für Gesundheit und Wohlergehen am Arbeitsplatz. Seine ganze Erfahrung hat er bei livinflow im Bereich Persönlichkeitsentwicklung eingebracht und die verschiedenen ganzheitlichen Programme maßgeblich mitgestaltet.

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